So wie eine Depression verschiedene Ursachen haben kann, kann sie auch in verschiedenen Formen auftreten. Die häufigste Form nennt sich Major Depression. Die verschiedenen Formen der Depression können gemeinsam oder abwechselnd auftreten.
Major Depression
Unter der Major Depression versteht man die typische Form der Depression, man kann sie auch einfach als depressive Episode beschreiben. Etwa 15 Prozent der Bevölkerung erkranken einmal im Leben an einer behandlungsbedürftigen Depression. Die Major Depression tritt phasenweise auf, das durchschnittliche Alter der Erkrankung liegt bei etwa 25 Jahren. Generell sind aber alle Altersklassen betroffen. Die depressiven Episoden werden hier in erster Linie durch belastende Ereignisse wie zum Beispiel den Tod einer nahe stehenden Person oder Trennungen hervorgerufen. Krankheiten wie Alkoholismus können ebenfalls zu einer Major Depression führen. Bei der Major Depression handelt es sich um eine depressive Episode, die länger als zwei Wochen auftritt. Depressionen können aber noch weiter in verschiedene Erscheinungsformen unterteilt werden. Neben der Major Depression, die eine mittelgradige bis schwere Depression darstellt, wird auch die Minor Depression genannt, diese spricht für eine leichte bis mittelschwere Depression. Die Übergänge zwischen den einzelnen Formen sind meist fließend.
Psychotische Depression
Bei einer psychotischen Depression hat der Betroffene zusätzlich zu den depressiven Symptomen Wahnvorstellungen. Diese zeigen sich meist in Verarmungswahn oder Schuldwahn. Meist wird nur die Major Depression erkannt, jedoch ist auffällig, dass die Symptome bei der psychotischen Depression meist stärker auftreten und auch länger andauern. Dazu kommt, dass die Patienten häufiger an depressiven Episoden leiden.
Depression bei einer Sucht
Im Zuge einer Sucht, zum Beispiel einer Medikamentenabhängigkeit, sind Depressionen ein häufiger Begleiter. Oft ist nicht ersichtlich, ob die Depression als Nebenwirkung von den Medikamenten auftritt oder die Depression schon vorher bestand. Für die Behandlung gegen Depressionen muss natürlich das Suchtmittel abgesetzt werden. Gerade bei Alkoholismus ist die Zahl der Depressiven sehr hoch. Suchtmittel sind die für den Betroffenen am einfachsten zu verwendenden Lösungssätze für ihre „aussichtslose“ Situation. Eine angeschlagene psychische Verfassung erhöht das Risiko von einem Suchtmittel abhängig zu werden.