Die Dermis sorgt für Elastizität und Stabilität

Die Dermis - auch Lederhaut genannt - ist der Stabilisator der Haut. Sie gibt ihr Form und Elastizität. Lesen Sie mehr über den Haut Aufbau und die Struktur der Haut.


Betrachtet man den Haut Aufbau, so ist die Dermis, die auch Lederhaut genannt wird, etwa einen Millimeter dick und besteht zum größten Teil aus Kollagenfasern. Diese bilden ein enges Geflecht und verleihen der Haut Stabilität. Für die Elastizität der Haut sind neben den kollagenhaltigen auch die elastischen Fasern verantwortlich, die für Plastizität und Verformbarkeit der Haut notwendig sind. Die Dermis ist ein komplexes System aus filamentreichem Bindegewebe, welches mit einem dichten Nerven- und Blutgefäßnetz durchzogen ist. In das Fasergeflecht sind Zellen, Gefäße und Nerven eingebettet. Auch in der Dermis werden immer wieder neue Zellen gebildet, jedoch nicht so geordnet, wie dies in der Epidermis der Fall ist. In der Dermis ist reichlich Interzellulärsubstanz (extrazelluläre Matrix) vorhanden, dies sind Substanzen und Flüssigkeiten in den Zwischenräumen der Zellen. Sie sind wichtig für die Regulierung des Hautdrucks, da die Dermis somit ein sehr hohes Wasserbindungsvermögen aufweist.

 

Aufgaben der Dermis

In der Dermis spielen sich viele Immunreaktionen ab, sie enthält eine Reihe von Abwehrzellen (Leukozyten), wie zum Beispiel Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten, Plasmazellen und Mastzellen. In den Fibroblasten der Dermis werden mithilfe spezifischer Enzyme die wichtigen Androgene (männliche Sexualhormone) gebildet. Fibroblasten sind fixierte Bindegewebszellen, welche die Substanzen zwischen den Zellen produzieren. Das Fibroblastenwachstum fördert gleichzeitig das Wachstum von Haaren, Kollagen und Melanozyten, letztere sind die Pigmentzellen in der Epidermis. Anatomisch lässt sich die Dermis in Stratum papillare und Stratum reticulare unterteilen. Diese Schichten unterscheiden sich hinsichtlich der Dicke und Anordnung der Fasern.