Die E-Mail-Netiquette - Machen Sie es richtig!

Eine E-Mail ist nicht nur ein schnelles Schreiben. Mittlerweile hat sie sich zum voll anerkannten Schriftstück gemausert. Gerade deshalb sollte beim Verfassen einer Mail auf eine angemessene Netiquette geachtet werden.


Eine E-Mail ist eigentlich nichts anderes als ein Brief – könnte man meinen. Nur, dass er viel schneller ankommt und auch viel schneller bearbeitet und beantwortet werden kann. Und genau das, diese beschleunigte schriftliche Kommunikation, verleitet viele Menschen dazu, beim Schreiben von E-Mails die Etikette zu vergessen. Doch auch hier entscheiden Form und Ausdruck darüber, wie Sie als Autor dem Empfänger gegenübertreten. Dadurch, dass sich viele Rechtschreibfehler durch das schnelle Tippen einschleichen und die höfliche Anrede oftmals vergessen oder nur notdürftig untergemischt wird, entsteht ein falsches beziehungsweise negatives Bild von Ihnen. Gerade, wenn der E-Mail-Verkehr im beruflichen Rahmen stattfindet, sollte vermehrt auf die Netiquette geachtet werden.

E-Mail-Adresse und Betreff

  • Gerade bei Bewerbungen per E-Mail oder geschäftlicher Kommunikation ist der Absendername wichtiger als gedacht. Steht dort nämlich der Spitzname oder eine anonyme E-Mail-Adresse wie hawk00956@server.de, hat es der Empfänger schwer, auf den ersten Blick zu sehen, von wem die E-Mail stammt. Auch Mail-Adressen wie Mausi@server.de sind eher nachteilig. Wenn Ihr E-Mail-Programm das unterstützt, können Sie Ihre Mail-Adresse in Ihren persönlichen Namen umwandeln, sodass der Empfänger gleich sieht, wer der Absender der Mail ist.
  • Auch das Feld "Betreff" sollten Sie ausfüllen, denn so erleichtern Sie es dem Empfänger enorm, die E-Mail mit den gesuchten Informationen wiederzufinden. Nicht immer ist eine E-Mail nur sinnloses Geplauder. Oftmals sind Anhänge beigefügt oder wichtige Informationen oder Termine aufgeführt, die hin und wieder gebraucht werden. Deshalb sollte der Betreff Ihrer E-Mail immer genau den Inhalt wiedergeben und nicht zu lang sein.

Die Nachricht selbst

  • Auch hier sollten Sie auf die Netiquette achten: So sollte sich die Länge der Nachricht nach der Wichtigkeit richten. Wenn es sich tatsächlich nur um eine kurze Anfrage handelt, sollte die E-Mail auch kurz und prägnant formuliert sein. Blockbuchstaben und ausgefallene Schriftarten sollten Sie in Ihrer E-Mail nicht verwenden. Besonders Blockbuchstaben erwecken oft den Eindruck des Schreiens und sind schwer zu lesen.
  • Ganz wichtig sind die Rechtschreibung und die Grammatik in E-Mails, genauso wie bei anderen Schreiben auch. Obwohl eine Mail oft schnell verfasst und ebenso schnell abgeschickt wird, sollten Sie sich doch einige Minuten Zeit nehmen und das Schriftstück nochmal überprüfen. Eine schlechte bis miserable Rechtschreibung wirft ein sehr negatives Licht auf Sie, auch wenn viele Menschen mittlerweile in wichtigen E-Mails immer häufiger auf Groß- und Kleinschreibung verzichten.
  • Wenn Ihr E-Mail-Programm Fett- und Kursivschreibung unterstützt, sollten Sie vorher klären, ob der Empfänger solche Formatierungen mit seinem Programm auch lesen kann. Ist dies nicht der Fall, finden sich hässliche Zahlenkombinationen inmitten der E-Mail, die den ganzen Aufbau zerstören. Ebenfalls vorsichtig sollten Sie bei Übermittlungen von Kreditkartennummern und Bankverbindungen sein.