Die Fastenkrise: Schlafstörungen

Während des Fastens stellt sich der gesamte Körper auf die neue Situation um. Die Fastenkrise kann auch Auswirkungen auf das Schlafverhalten haben.


Wer nicht schon vor dem Antritt der Fastenkur unter Schlafstörungen litt oder ohnehin immer einen eher leichten und unruhigen Schlaf hatte, wird während der Fastenzeit wahrscheinlich die meisten Probleme mit dem veränderten Schlaf haben. Es ist sehr typisch, dass sich das Schlafbedürfnis in dieser Zeit deutlich verringert. Dies liegt zum einen daran, dass man sich als Fastender in dieser Zeit normalerweise mehr seelische Ruhe gönnt, weniger Stress hat und der Körper nicht mit der Verdauung belastet ist. Zudem ist der Körper durch diese veränderte Situation wesentlich sensibler, was die unterschiedlichsten Reize angeht, und somit unruhiger. Schlafstörungen sind also ein normaler Teil der Fastenkrise.

Intensiver Träumen
Wir gestresste Zivilisationsmenschen haben, wenn nicht ohnehin Schlafstörungen vorhanden sind, oft einen bewusstseinslosen Schlaf, wobei wir nach einem stressigen Tag einfach todmüde ins Bett fallen und traumlos durchschlafen. Dies sollte man allerdings nicht mit einem gesunden Schlaf verwechseln! In der Fastenzeit ändert sich beispielsweise genau solch eine Schlafgewohnheit in das Gegenteil. Der Schlaf wird flacher und leichter, weil das Bewusstsein sich nicht komplett ausknipst. Die Träume werden intensiver erlebt und bleiben eher in Erinnerung.

Die schlaflose Zeit nutzen
Wenn Sie einmal nicht einschlafen können, oder sehr früh wach werden, sollten Sie nicht probieren den Schlaf zu erzwingen. Stattdessen können Sie versuchen diese Zeit zu nutzen. Sie können feste Lesezeiten vor dem Einschlafen einplanen, oder sie entspannen einfach und nutzen die Zeit zum Meditieren. Auch hilft es einen kurzen Spaziergang zu unternehmen. So können Sie zum Beispiel abends die Zeit überbrücken, bis ihr Körper dazu bereit ist und zusätzlich etwas für die wichtige Bewegung in der Fastenzeit tun. Oder, wenn Sie sehr früh wach werden, können Sie durch einen morgendlichen Spaziergang ihren Körper in Gang bringen.

Das Einschlafen erleichtern
Um das Einschlafen zu erleichtern und sich besser zu entspannen zu können, ist es möglich, spezielle Kräutertees zu trinken. So hilft es beispielsweise abends einen warmen Melissen- oder Baldriantee zu trinken. Wenn Sie unter sehr heftigen Schlafproblemen leiden, ist die Einnahme von Baldriantropfen auch eine gute Möglichkeit. Manchmal, gerade zu Beginn einer Fastenkur, hält ein nicht ausreichend entleerter Darm den Körper vom Schlaf ab. Dem kann man mit Einläufen Abhilfe verschaffen. Eine weitere mögliche Hilfe sind kalte Teilwaschungen der Arme, Beine und des Bauches. Das wichtigste ist, dass man darauf achtet die Füße warm zu halten, entweder mit einer Fußbad oder einer Wärmflasche, ansonsten sollte man einfach ausprobieren, was sich bei einem persönlich als hilfreich erweist. Schnell hat man dann die Fastenkrise und die dazugehörigen Schlafstörungen überwunden.