Die Fastenkrise - Vom Frösteln und Frieren

Wer schon einmal gefastet hat, hat sie sicherlich schon erlebt - die Fastenkrise, die es einem nicht leicht macht die Kur durchzuhalten.


Oft kommt man während einer Fastenkur an den Punkt, an dem der Körper zu streiken beginnt und mit der Kur überfordert zu sein scheint. Dies geschieht meist bei einer längeren Kur, die also mehr als eine Woche dauert. Eigentlich deutet eine auftretende Fastenkrise auf den guten Fortschritt hin, den der Körper beim Entschlacken und Ausscheiden macht. Leider strengen sie den Fastenden auch ein und schmälern das Wohlgefühl, welches sich ansonsten während der Kur einstellt. Ein sehr häufiges Phänomen ist das Frösteln und Frieren, vor allem an den Gliedmaßen, also Händen und Füßen.

Frösteln als normale Körper-Reaktion
Das Frösteln und Frieren ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf die neue Situation, und deutet nicht auf etwas Problematisches oder Fasten-Fehler hin. Durch die extrem verminderte Kalorienzufuhr haben wir einen herabgesetzten Energieumsatz und daher kaum Verdauungsvorgänge . Aber aus den Verdauungsvorgängen produziert der Körper normalerweise einen Teil der Wärme, um die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Zusätzlich ist die Funktion der Schilddrüse herabgesetzt, sodass als Ergebnis die Körpertemperatur um einige Zehntel Grad herabgesetzt ist. Der Körper konzentriert sich immer mehr darauf die Temperatur des Rumpfes und des Kopfes aufrecht zu erhalten, daher frieren die Füße und Hände eher als der restliche Körper. Man ist also insgesamt wärmebedürftiger als sonst.

Immer für ausreichend Wärme sorgen
Um diese Fastenkrise erfolgreich zu meistern und sich wieder wohlzufühlen, sollte man einfach darauf achten, sich ausreichend warm zu halten. Sie können beim Aufstehen schon beginnen, dem Frösteln entgegenzuwirken, indem sie eine Wechseldusche nehmen. Der Wechsel zwischen warm und kalt bringt den Kreislauf in Schwung und fördert die Hautdurchblutung im gesamten Körper, was sich wärmend auswirkt. Wenn Sie sich ausruhen, lesen oder fernsehen, dann nehmen Sie doch mehrere Wärmeflaschen zur Hilfe, um alle frierenden Körperregionen zu wärmen. Trinken Sie heißen Tee, oder nehmen Sie Fußbäder beziehungsweise Vollbäder vor dem Schlafengehen. Das wärmt und erholt. Außerdem hilft es aktiv zu bleiben und sich zu bewegen. Gehen Sie dabei ruhig auch bei schlechtem Wetter an die frische Luft. Dazu müssen Sie nur die angemessene Kleidung tragen, um nicht zu frieren, und die Bewegung hält ihren Kreislauf weiter im Schwung. Wenn Sie ein sehr kälteempfindlicher Mensch sind, ist es überlegenswert eine Fastenkur eher zu warmen Jahreszeiten durchzuführen, um so die Fastenkrise und  das dazugehörige Frösteln zu vermeiden.