Die Gefahr der Glücksspielsucht

Das kleine Spielvergnügen kann sich schnell zu einer ausgewachsenen Glücksspielsucht entwickeln.


Ein kleines Spielchen hier, eine kleine Wette dort, noch denkt man sich vielleicht nichts dabei, aber schnell kann aus dem harmlosen Spielvergnügen eine ernstzunehmende Sucht werden.
Eine Abhängigkeit vom Glücksspiel treibt dabei meist den Betroffenen sowie seine Familie in den Ruin.

Der Reiz des Spiels
Eigentlich hat das Spielen etwas mit Spaß zu tun, den man meist mit anderen teilt. Ein Glücksspiel hängt dabei vom Zufall ab und wird dann so genannt, wenn es eine Aussicht auf einen Gewinn gibt.
Das bedeutet auch, dass man, sollte man verlieren mit Geldverlust zu rechnen hat.
Dem Reiz, den solche Spiele ausmachen, erliegen Menschen schon seit jeher. Das Angebot umgibt uns überall, ob es nun die Sportwetten im Lieblingsfußballverein, die Spielautomaten, die einem die Wartezeit auf Bahnhöfen oder Imbissbuden vertreiben sollen oder auch die vielfältigen Spiele im Internet sind.

„Weiche“ und „harte“ Glücksspiele
Je nach Glücksspielart besteht auch ein unterschiedliches Risiko hinsichtlich des Suchtpotenzials. Es wird zwischen „weichen“ und „harten“ Glücksspielen unterschieden. Zu den „harten“ Spielen, die eine hohe Suchtgefahr besitzen, gehören Spiele mit einer schnellen Spielabfolge wie Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeiten und Kasinospiele.

Der Krankheitsverlauf
Der Übergang zur Glücksspielsucht ist fließend und wird meist zu spät erkannt.
Zunächst gibt es den positiven Anfang. Hier beginnt der Betroffene ab und zu in seiner Freizeit mit dem Spielen. Gehäufte kleinere oder größere Gewinne führen zu positiven Gefühlen und werden als persönliche Erfolge gesehen. Die Risikobereitschaft nimmt zu.
Daran schließt sich die Phase der kritischen Gewöhnung an. Der Spieldrang wächst und die Gedanken kreisen um die nächste Möglichkeit das Spielen wieder aufzunehmen. Nach und nach wird immer mehr Geld verloren und das Spielen wird verheimlicht. Befriedigt werden sollen die innere Unruhe, Angespanntheit und der Wunsch den Alltag zu vergessen.
Die dritte Stufe ist nun die Sucht. Finanzieller Totalverlust gepaart mit Lügen oder auch illegalen Handlungen, um an das Geld zu kommen, sind an der Tagesordnung. Das Spielen hat eine Eigendynamik erhalten und die Spieler haben die Kontrolle verloren. Pathologische Glücksspieler versprechen immer wieder mit dem Spielen aufzuhören, schaffen dies aber nicht. Selbstverachtung und Verzweiflung verschärfen die Situation. Eine Beratung und Therapie, um die anerkannte Krankheit zu besiegen, ist hier ratsam.

Greifen Sie frühzeitig ein
Sollten Sie bei sich oder anderen eine Glücksspielsucht vermuten, lassen Sie sich rechtzeitig beraten. Eine Vielzahl an Anlaufstellen bieten Informationsmaterial, Beratungen und auch Selbsthilfegruppen an. Je früher eine Therapie beginnt, desto besser sind die Behandlungschancen. Geheilt kann diese Krankheit wie auch Alkoholismus nicht werden. Lediglich ein Status der Abstinenz wie bei trockenen Alkoholikern kann aber erreicht werden.