Neueste Technik: Die Google-Brille im Check

Die Google Glass oder Google-Brille ist die neue Innovation von Google. Die Augmented Reality-Funktionen sollen dem Träger das Leben erleichtern.


Die Google-Brille wurde im letzten Jahr enthüllt und versetzte die Welt der Technik in Aufruhr. Die Brille bezieht beim Tragen Informationen aus dem Internet und gibt diese auf Anfrage der Nutzers im Blickfeld wieder. Google Glass muss sich jetzt schon mit einigen Kontroversen auseinandersetzen.

Das Projekt Google Glass

  • Googles Brille ist schon seit einigen Jahren in Entwicklung. Sie entstand unter Leitung des Google-Gründers Sergey Brin in der Google-X-Sparte unter dem Projektnamen "Google Project Glass", war bis zum letzten Jahr nicht vielen bekannt und wird immer weiter verbessert.
  • Fälschlicherweise wird die Brille oft als Google Glasses bezeichnet, was nach Aussage der Entwickler aber falsch ist. Das "Glass" bezieht sich auf die Technik des Glasprismas. Dieses zeigt die relevanten Informationen für die Nutzer im Blickfeld an.
  • Das Besondere an dem Prisma ist die Möglichkeit, dieses abzunehmen und wie ein Objektiv an Sportbrillen, Sonnenbrillen und Korrekturbrillen anzubringen. Daher ist auch der Begriff "Datenbrille" falsch. Die Komponente ist bis zum jetzigen Zeitpunkt fest verbaut, soll später aber abnehmbar sein. 

Funktionsweise der Google-Brille

  • Die Google Glass ist ein winziger Computer mit einer Rechenleistung von modernen Smartphones und wird über Android gesteuert. Sie ist kompatibel mit einem Android-Smartphone und zeigt zum Beispiel eingehende Nachrichten im Postfach oder den sozialen Netzwerken an.
  • Um die Informationen anzeigen zu können, muss das Smartphone eine Internetverbindung besitzen. Durch Bluetooth nutzt die Google Glass somit das Internet zur Informationsbeschaffung.
  • Die Informationen werden durch das Prisma direkt in das Blickfeld des Nutzers transportiert. Gesteuert wird die Brille über ein kleines Touchfeld am Rahmen oder über die Stimme.
  • Mit "Take a Photo" kann ein Bild gemacht werden. Durch die Befehle kann der Nutzer das Wetter abfragen, Mails verschicken, Videos aufnehmen oder die Navigation nutzen. Das Gerät wird mit einem Nicken eingeschaltet.
  • Augmented Reality bedeutet übrigens die Vermischung von computergenerierten Daten wie Textzeilen oder Bildern mit der realen Welt. Dabei wirken diese Informationen wie echt.

Gegner der Google Glass

  • Google Glass steht seit der Ankündigung, den ersten Videos und einigen Testberichten schon unter scharfer Kritik. Datenschützer wettern gegen die Brille, da Google diese wie ein Spionagegerät nutzen und die Umgebung und Privatsphäre des Nutzers aufzeichen könnte. Die Informationen würden dann auf den Servern von Google gespeichert werden können.
  • Die Google-Brille wird sogar schon in Ländern wie Russland und der Ukraine verboten. Das Kasino Caesars Palace verbietet die Nutzung der Google Glass, da es dort nicht erlaubt ist, Computer oder Aufnahmegeräte zu benutzen. Bei der Brille könne nicht festgestellt werden, ob diese an oder ausgeschaltet sei. In den USA darf sie auch nicht zum Autofahren genutzt werden.