Die Hamburger Küche - Labskaus & Co.

In der Hamburger Küche gibt es mehr als nur Fisch. Dennoch ist der fangfrische Fisch, am Hafen genossen, eine Reise wert!


Wer als Vegetarier in die schönste Stadt der Welt kommt, kann eigentlich nur bedauert werden. Denn er verpasst eine ganze Reihe leckerer Gerichte, allen voran: Fisch in allen Variationen. Deftig und robust geht es in der Hamburger Küche zu. Wer gerade auf Diät ist oder nicht viel von uriger Gemütlichkeit hält, sollte vielleicht doch lieber an die Salattheke seines Hotels zurückkehren. Die Menschen hier an der Waterkant sind fröhlich, offen und mit einem riesigen Herzen ausgestattet. Dementsprechend gestaltet sich die Küche: deftig, ehrlich und sehr schmackhaft.

Resteverwertung auf Hamburger Art

  • Auch Eintöpfe sind typische Hamburger Gerichte, in die alles hineinkommt, was gerade da ist. Im „Hamburger National“, der in anderen Teilen Norddeutschlands als „Rübenmalheur“ bekannt ist, finden sich unter anderem Steckrüben, Kartoffeln und Rindfleisch.
  • Ungewöhnlicher, aber nicht minder lecker, ist die Kombination aus Birnen, Bohnen und Speck im gleichnamigen Eintopfgericht. Wer es nicht ganz so speziell mag, sollte Grünkohl probieren, der in Hamburg traditionell mit Kochwürsten oder Kassler und kleinen Kartoffeln gegessen wird.

Desserts und typische Getränke

  • Auch beim Hamburger Dessert darf geklotzt werden. Auf die Figur sollte man bei einem Besuch in Hamburg wirklich nicht schauen, um so richtig genießen zu können – und das immer umgeben von neuen Freunden. Nach einem Grünkohl- oder Fischgericht kann man sich entweder Rote Grütze (Rode Grütt) mit warmer Vanillesauce oder ein Stück echter Hamburger Apfeltorte gönnen.
  • Zum Frühstück darf ein Franzbrötchen nicht fehlen – der angeblich gescheiterte Versuch, ein französisches Croissant nachzuahmen. Lecker sind die buttrigen Teilchen mit Zimt aber dennoch.

Fisch in allen Variationen

  • Zu den bekanntesten Hamburger Spezialitäten gehört mit Sicherheit die Aalsuppe, in der neben Schinkenknochen, Obst und Suppengrün so ziemlich alles drin ist – außer Aal. Mehr Fisch gibts bei der Finkenwerder Scholle, die nach dem Hamburger Stadtteil benannt wurde und mit Speck und Zwiebeln zubereitet wird.
  • Nach einem feuchtfröhlichen Ausflug auf die Reeperbahn darf es am nächsten Morgen schon mal das Katerfrühstück schlechthin sein: Matjes. Ebenfalls eine Hamburger Köstlichkeit: Labskaus, dessen rosa Farbe durch die Rote Beete erreicht wird.
  • Wenn Sie Fisch-Fan sind, sollten Sie bei einem Aufenthalt in der Hansestadt unbedingt dem Fischmarkt einen Besuch abstatten. Hier heißt es allerdings früh aufstehen, um an den fangfrischen Fisch zu kommen, denn jeden Sonntag um fünf Uhr schon geht es los.
  • Immer mit dabei bei einem deftigen Hamburger Gericht: das kühle Blonde. Schon seit dem 14. Jahrhundert gibt es hier Brauereien, die die Einwohner mit dem Gebräu aus Hopfen und Malz beliefern. Und was könnte besser zu einem Matjes passen, als ein gut gekühltes Astra oder Holsten?