Die Herzinfarkt Folgen

Die Herzinfarkt Folgen können in einigen Fällen dauerhaft sein. Schlaganfälle und Entzündungen des Herzbeutels treten häufig nach einem Infarkt auf. Mit leichtem Sport können Sie sich schützen.


Der INfarkt ist meist nur der Anfang des Übels. Des weiteren können viele Herzinfakrt Folgen auftreten, die nicht einfach zu behandeln sind:

Bei einem Herzinfarkt können Schmerzen entstehen, die sich bis in die Beine ziehen oder es können sich dort später Geschwüre und Hautdefekte bilden. Diese werden durch die verminderte Durchblutung der Haut verursacht und heilen oft nicht wieder ab. Hat sich bei oder nach dem Infarkt ein Gerinnsel gelöst, kann es im Gehirn zu einem Schlaganfall kommen, der schwerwiegende Behinderungen oder Lähmungen mit sich bringt. Das Nervengewebe im Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und sorgt somit für Lähmungen in Armen oder Beinen. In schlimmeren Fällen sind auch großflächigere Lähmungserscheinungen möglich, zum Beispiel die Querschnittslähmung, bei der eine ganze Körperhälfte gelähmt ist. Unter Umständen kann ein Schlaganfall auch für Sprachausfälle verantwortlich sein.

Ein Infarkt schädigt das Herz langfristig
Folge eines Herzinfarkts kann eine Entzündung des Herzbeutels sein, die auch als Dressler-Syndrom bekannt ist (Perikarditis). Hierbei reagiert die Haut des Herzbeutels auf das Absterben des tiefer liegenden Gewebes aufgrund eines Infarkts. Auch nach Verletzungen oder Operationen am Herzen kann eine Perikarditis auftreten. Wer einen Herzinfarkt hatte, läuft anschließend Gefahr einen weiteren zu erleiden, weshalb besondere Maßnahmen zur gesundheitlichen Besserung und zur Vorsorge getroffen werden müssen. So muss der Patient nach dem überstandenen Herzinfarkt wieder in sein alltägliches Leben eingegliedert werden, ohne dabei weitere Risiken einzugehen. In den Wochen nach der Behandlung muss er sich einer anschließenden, meist dreiwöchigen Heilbehandlung unterziehen, die hauptsächlich aus dosiertem Training bei der Krankengymnastik (Physiotherapie) und einer psychologischen Betreuung besteht. Der Patient lernt in Schulungen, die richtige Ernährung einzuhalten und einen gesunden Lebensstil zu führen, denn nur so kann einer weiteren Verkalkung der Arterien vorgebeugt werden. Dazu gehört auch das Aufgeben des Nikotinkonsums, der die Lebenserwartung stark beeinträchtigt. Oft müssen die Betroffenen eines Infarkts für den Rest ihres Lebens bestimmte Medikamente einnehmen, um die Arterien frei zu halten und nicht das Risiko auf eine erneute Verstopfung zu erhöhen. Auch ein Sportprogramm mit Ausdauertraining und regelmäßige Untersuchungen sollten nun zum festen Bestandteil im Leben werden.

Überfordern Sie Ihren Körper nicht
Da als eine der Herzinfarkt Folgen auch eine dauerhafte Herzschwäche auftreten kann, sollte die sportliche Betätigung erst nach einer ärztlichen Empfehlung stattfinden und weiterhin unter Beobachtung stehen, damit der Patient sich und seinen Körper nicht zu schnell mit einem falschen Trainingsinhalt überfordert. Viele Herzinfarktpatienten entwickeln in der langen Heilungsphase eine Depression. Sie verspüren häufig große Ängste, sie befürchten, dass sie stürzen, einen Kreislaufzusammenbruch oder gar einen erneuten Infarkt erleiden. Dadurch wird der Patient sehr unsicher im Alltag und ist oft auf Begleitung angewiesen, die ihm Sicherheit gibt und ihm hilft, sich wieder in den normalen Alltag einzugliedern. In den ersten Wochen oder sogar Monaten nach einem Herzinfarkt fällt es vielen Betroffenen noch sehr schwer, einfache Dinge im Haushalt zu erledigen, da sie körperlich wie auch psychisch weniger belastbar sind. Die Patienten plagen häufig Existenzängste und vor allem die Sorge, nicht mehr so viel leisten zu können wie früher. In diesem Fall ist die Mithilfe der Familie oder enger Freunde gefragt, die sich Zeit nehmen und sich kümmern können oder auch aufbauende Gespräche mit dem Betroffenen führen.