Die Himmelsrichtungen im Vastu - Teil 2

Auch zwischen den hauptsächlichen Himmelsrichtungen fließen die Vastu-Energien. Daher wird das Haus oder die Wohnung im Vastu in acht Himmelsrichtungen eingeteilt.


Nicht nur klare Himmelsrichtungen wie der Norden, der Süden, der Westen und der Osten haben ein Bedeutung für den Vastu-Anhänger und jenen, der im Einklang mit Natur und Geist leben möchte. Im Vastu wird nicht verallgemeinert und es werden auch keine Details ignoriert. Auch die Zwischen-Himmelsrichtungen wie Nordosten & Co. wollen und sollten beachtet werden. Um Ihr Heim perfekt auszurichten und die größtmögliche Zufriedenheit und Gesundheit zu erreichen, gilt es, alle Richtungen des Himmels mit einzubeziehen.

Himmelsrichtungen im Vastu: Der Nordosten

  • Der Nordosten wird vom Gott Ishan beherrscht und gilt als besonders rein und sauber. Deshalb sollen hier Wasserbehälter oder Trinkvorräte aufgehoben werden. Eine Toilette hat demnach im Nordosten nichts zu suchen. 
  • Außerdem gilt der Nordosten als Krafttor, durch das saubere, klar strukturierte Energien hineinkommen. Außerdem gilt diese Himmelsrichtung als sehr spirituell. Favorit: Raum zum Meditieren.

Der Südosten

  • Genuss, Lebensfreude und die energetische Aufladung bestimmen den Südosten, der für das Element Feuer steht. Daher sind Gegenstände wie ein Kamin, Elektroinstallationen oder Heizungsanlagen optimal an dieser Stelle unterzubringen, denn sie verstärkt die Wirkung dieser dem Feuer so ähnlichen Dinge. 
  • Gerade, wenn sich der Herd oder die Küche im Südosten befindet, kann man mit gutem Gelingen beim Kochen und besonders stärkender, energetischer Nahrung rechnen. 
  • Als Schlafzimmer sollten Sie den Südosten nicht wählen, auch wenn Sie sich mehr Feuer in Liebesdingen erhoffen. Sensible Menschen können nämlich im Südosten an unruhigem Schlaf leiden. Auch ein Haupteingang sollte nicht im Südosten liegen, denn sonst drohen Feuerausbruch, Diebstahl und anderes „feuriges“ Unheil. Favorit: Küche.

Der Südwesten

  • Schwere und verbrauchte Energien schickt der Südwesten. Deshalb sollte hier auf keinen Fall die Eingangstür liegen oder der Grundstückszugang, damit diese dunklen Mächte nicht zum Störenfried der Harmonie heranwachsen können. Schirmen Sie den Südwesten deshalb gut ab, mit tragenden Wänden oder Bücherregalen. Auch Blumentöpfe, die aus schwerem Material sind, lenken die durchdringenden Energien gut ab.
  • Zum Südwesten hin abgeschirmte Räume sind geeignet für ältere Personen, den Chef, die Eltern oder den Vater. Kinder, die in einem südwestlich gelegenen Zimmer wohnen, haben meist den Hang zu dominantem Verhalten. Favoriten: Abstellkammer, Schrankräume.

Der Nordwesten

  • Der Nordwesten wird im Vastu im Zusammenhang mit dem Element Luft gesehen und steht für Atmung, Bewegung, Austausch, aber auch für Beziehungen und Gefühle. Ein zu offener Nordwesten kann zum Beispiel zu einer emotionalen Unausgeglichenheit oder Launenhaftigkeit führen. 
  • Ist diese Richtung allerdings blockiert oder isoliert, dann kommt es unter anderem zu Bewegungs- oder Atemproblemen sowie zu Konflikten auf der Beziehungsebene. Auch Depressionen können drohen, wenn der Nordwesten blockiert ist. Zum Schlafen ist diese Himmelsrichtung ganz und gar nicht geeignet. Favoriten: Büro, Gästezimmer und Speisezimmer.