Die Krawatte binden: Der Kentknoten

Gerade für große Männer eignet sich der kleine und leicht asymmetrische Kentknoten bestens. Er wird auch kleiner Knoten genannt.


Für den Kentknoten braucht man nur wenige Schlingungen. Dadurch wird der Knoten sehr lang und ist deswegen gerade für große Männer gut, deren Krawatte mit anderen Knoten sonst immer zu kurz ausfällt. Vergleicht man ihn mit dem doppelten Windsor, ist er circa sechs bis sieben Zentimeter länger.

Für schmale Kragen und große Männer
Der Kentknoten eignet sich vor allem für schmale Kragen und wenig gespreizte Kragen und generell für einen etwas sportlicheren Auftritt. Der Knoten eignet sich aber auch bei eher schwerem Stoff. Da der Kentknoten ein wenig schwierig zu binden ist, sollte man ihn zunächst einige Male üben und nicht verzweifeln, wenn es nicht gleich klappt. Der Trick ist, ihn so zu binden, dass er nicht verrutschen kann. Wenn Sie den Knoten aber ersteinmal beherrschen, haben Sie einen echten Klassiker im Repertoire.

Wenige Schlingungen – und fertig!
Da der Kentknoten mit ein oder zwei Schlingungen weniger auskommt, könnte man meinen, dass er auch recht einfach zu binden ist. Das ist leider nicht ganz richtig. Aber mit ein bisschen Übung bekommen Sie ihn sicher hin!
Zunächst legen Sie sich die Krawatte um den Hals. Die breitere Seite sollte auf der linken Seite sein und deutlich länger herunterhängen. Als nächstes drehen Sie die Krawatte um 180 Grad, die Naht sollte nun also nach vorne zeigen. Das ist wichtig, damit der Knoten am Ende auch wirklich hält. Nun schieben Sie das breite Ende unter das schmale und dann über das schmale Ende. Führen Sie nun das breite Ende hintendurch und dann durch die entstehende Schlaufe. Haben Sie alles richtig gemacht, sind Sie schon fertig!

85 verschiedene Knoten
Ein britischer Physiker hat errechnet, dass es 85 verschiedene Arten gibt, seine Krawatte zu knoten. Der Kentknoten ist allerdings einer der Klassiker unter den Krawattenknoten. Endet der Krawattenknoten auf Hosenbundhöhe, haben Sie alles richtig gemacht. Auch sollte der Knoten keinesfalls die Spitzen des Hemdkragens zum „abheben“ bringen. Geschmackssache ist es dagegen, ob man die schmalere Schlaufe in das Etikett auf der Rückseite des breiten Endes steckt. Förmlicher ist es sicher. Wer dagegen lockerer aussehen will, verzichtet einfach darauf. Beides ist erlaubt.