Die meisten Teilzeitmitarbeiter sind weiblich

Schon vor Zeiten der Finanzkrise wurden etliche Vollzeitstellen gestrichen, um diese in Teilzeit neu zu besetzen. Viele solcher Teilzeitmitarbeiter sind Frauen.


Das Arbeiten auf Teilzeitbasis scheint gerade bei Frauen sehr beliebt zu sein. Auf diese Weise haben sie nämlich den Vorteil, Beruf und Familie unter einen Hut bringen zu können, ohne dass weder das eine noch das andere zu kurz kommt. Immer mehr Frauen nutzen daher die Gelegenheit, mithilfe solch einer Teilzeitarbeit ein Zubrot zu verdienen, das in vielen deutschen Familien heutzutage unerlässlich ist. Sobald sich also das Kind im Kindergarten oder in der Schule befindet, geht die Mama als Teilzeitmitarbeiter zur Arbeit.

Was Arbeiten auf Teilzeit bedeutet
Anders als bei einer Vollzeitbeschäftigung, bei der man je nach Branche mindestens 37,5 Stunden seiner Zeit der Verrichtung seiner Arbeit widmet, ist man als Teilzeitmitarbeiter eben nur einen Teil dieser Zeit am Arbeitsplatz. In vielen Fällen liegt die zu leistende Stundenanzahl einer Teilzeitkraft bei rund 20 Stunden, also etwa bei der Hälfte dessen, was ein Arbeitnehmer auf Vollzeitbasis arbeitet. Auch sogenannte Minijobs zählen in der Regel zu Beschäftigungen, die in Teilzeit ausgeübt werden. Hier gibt es allerdings eine Verdienstgrenze, bei der ein monatliches Gehalt von 400 Euro nicht überschritten werden darf.

Gründe für die Teilzeitbeschäftigung
Es gibt diverse Gründe, warum vor allem Frauen Teilzeitmitarbeiter werden. An erster Stelle bleibt die Tatsache, dass neben der Kindererziehung kaum noch Zeit für eine Vollzeitanstellung bleibt und deshalb viele Mütter als Teilzeitmitarbeiter eine Anstellung suchen. In Einzelfällen kann es auch sein, dass ein weiteres pflegebedürftiges Familienmitglied einen enormen Zeitaufwand bedeutet, der einem keine 40-Stunden-Woche erlaubt.
Neben diesen familiären Gründen ist sicher noch zu erwähnen, dass längst nicht alle Frauen eine erfolgreiche Karriere anstreben und genau die Karrierechancen nutzen wollen, die bei einer Vollzeitstelle geboten werden. Sie geben sich sozusagen als halbe Kraft zufrieden.
Betrachtet man die Arbeitssituation in Deutschland, so wird deutlich, dass es Unterschiede im Osten und Westen gibt. Während im Westen die Familie gegenüber einer Vollzeitbeschäftigung Priorität hat, gibt es im Osten einfach nicht genügend Arbeitsplätze, die auf Vollzeit besetzt werden könnten.