Die Nasenspülung sorgt für eine freie Nase

Bei einer hartnäckigen Erkältung kann eine Nasenspülung Abhilfe schaffen. Hierfür bietet der Handel spezielle Nasenkannen an.


Grippe- und Erkältungsviren kann sich jedermann das ganze Jahr über einfangen, und dennoch erkranken im Herbst und Winter besonders viele Menschen aufgrund einer Infektion. Geschuldet ist dieser Umstand der kühlen Jahreszeit und den teilweise durch sie bedingten Lebensgewohnheiten. Denn wenn es draußen kalt und regnerisch ist, laufen die Heizungen Zuhause, im Büro, in Bussen, Bahnen und Kaufhäusern auf Hochtouren. Anders als man denken sollte, ist es seltener die frische Herbstbrise oder der Schneesturm, der uns anfällig für einen Infekt macht. Vielmehr ist es die trockene Heizungsluft in den meisten Innenräumen, die einer Grippe oder einer Erkältung Vorschub leistet.

Die Schleimhäute
Die Wahrscheinlichkeit, dass Viren in den Körper gelangen und eine Erkrankung auslösen, erhöht sich wesentlich, wenn die Schleimhäute des Nasen- und Rachenraums sowie die der Atemwege ausgetrocknet sind. Halten sich Menschen während draußen Minusgrade vorherrschen viel in geheizten Räumen auf, kann eine Austrocknung der Schleimhäute nur schwerlich verhindert werden. In vielen Fällen büßen die veränderten Schleimhäute dann einen Teil ihrer Funktionsfähigkeit ein, sodass die gewöhnlich stattfindende Reinigung der Atemluft über die Schleimhäute nur noch zum Teil gewährleistet ist.

Die Nasenspülung hilft
Um einer Austrocknung der Schleimhäute vorzubeugen, empfiehlt sich insbesondere in den Wintermonaten die regelmäßige Reinigung und Befeuchtung der Nasenschleimhaut mithilfe einer Nasenspülung. Mit dem richtigen Zubehör können sowohl Erwachsene als auch Kinder mit Leichtigkeit eine Spülung und Reinigung der Nasenhaupthöhle vornehmen. Auch wer sich beim ersten Mal noch etwas ungeschickt anstellt, kann die richtige Durchführung schnell erlernen und beherrschen. Hilfreich ist zum Beispiel die Verwendung einer Nasenspülkanne, deren Form ein bisschen an Aladins Wunderlampe erinnert. Gefüllt werden sollte die Nasenspülkanne mit lauwarmem Leitungs- beziehungsweise Trinkwasser. Zusätzlich sollten einige Gramm Kochsalz beigemischt werden, allerdings sollte die Konzentration der Salzlösung nicht zu hoch sein. Wenn Sie einen gestrichenen Teelöffel Salz auf 500 ml Wasser geben, stellen sie damit eine isotonische Lösung her, das heißt die Lösung entspricht dem mineralischen Gehalt im Blut. In einer leicht vorgebeugten Körperhaltung und mit einem seitlich gestellten Kopf wird es Ihnen leicht gelingen, das mit Salz versetzte, lauwarme Wasser durch das eine Nasenloch einfließen und durch das andere Nasenloch wieder hinaus fließen zu lassen. Die Lösung nimmt automatisch einen bogenförmigen Weg durch die gesamte Nasenhaupthöhle und säubert die Schleimhäute sowie die für die Reinigung der Atemluft zuständigen Flimmerhärchen. Schmutz, Staub, Pollen und Bakterien werden mittels einer Nasenspülung entfernt und das bei einem Infekt vermehrt auftretende Nasensekret wird abtransportiert. Dadurch kann einerseits einer Virusinfektion vorgebeugt und andererseits Begleiterscheinungen einer Infektionen gemildert werden.

Gerade Kinder sollten die Nase spülen
Ganz anders als in westeuropäischen Kulturen stellen in östlichen Kulturkreisen Nasenspülungen bereits seit Jahrhunderten ein alltägliches Ritual dar, das zur allgemeinen Gesunderhaltung des Körpers dient. Wie jüngst eine Studie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zeigen konnte, macht das tägliche Nasenspülen einen erheblichen Teil des Schutzes vor einer Infektion mit Grippe- und Erkältungsviren aus. Nebenwirkungen der täglichen Nasenspülung sind nicht bekannt, weshalb sie auch und vor allem Kindern zu empfehlen ist, die häufig unter Atemwegserkrankungen leiden.