Die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master

Zu welchem Zweck erfolgte die Hochschulreform, was ist das Neue an den Bachelor und Master Studiengängen? Diese und andere Fragen beantwortet der folgende Artikel.


Im italienischen Bologna wurde 1999 eine Erklärung von 29 europäischen Bildungsministern unterzeichnet, die die Reform des europäischen Hochschulraumes zum Ziel hatte. Mittlerweile gehören diesem 47 Nationen an. Der sogenannte Bologna-Prozess hat dabei die Intention einheitliche Strukturen zu schaffen, sodass die Studierenden auch über die Landesgrenzen hinweg lernen und forschen können.
Eine wesentliche Veränderung stellen hierbei die neuen Studienabschlüsse dar. Anstelle der bisher geltenden Diplom- Magister- und Staatsexamensabschlüsse wurde ein gestuftes System eingeführt.

Studienabschluss Bachelor
Der erste berufsqualifiziernde Regelstudienabschluss heißt nun Bachelor. Mit einer Studienzeit von sechs bis höchstens acht Semestern soll er die Studierenden früher in das Arbeitsleben entlassen. Neben einer Verkürzung der Studienzeit sollte die Reform auch den Austausch zwischen den einzelnen Ländern anregen. Zurzeit bestehen aber immer noch Probleme beim Hochschulwechsel sowie bei Auslandssemestern. Ein Grund dafür ist, dass die Studienreform noch nicht abgeschlossen ist und viele Universitäten sowie Fachhochschulen sich noch in der Umstrukturierung befinden.
Der Bachelorabschluss erfordert nämlich andere Studienleistungen und ist durch ein neues Leistungspunktesystem gekennzeichnet.
Es müssen dabei am Ende der Studienzeit mindestens 180 beziehungsweise 240 Credit Points (ECTS-Punkte) nachgewiesen werden. Die verschiedenen Seminare und Vorlesungen besitzen in diesem System eine entsprechende Punktzahl, die bei erfolgreich absolviertem Kurs bescheinigt werden. Es bestehen aber weiterhin Unterschiede zwischen dem Seminarangebot und Inhalten der gleichen Studiengänge der einzelnen Hochschulen, sodass bei einem Wechsel nicht immer alle Kurse und damit auch Punkte anerkannt werden.