Wer nicht zu den Menschen gehört, die Sonnenbrillen grundsätzlich jeden Sommer am Strand verlieren oder sie aus versehen ins Meer fallen lassen, hat sicherlich schon einmal darüber nachgedacht, sich eine wertvolle Designer Sonnenbrille anzuschaffen. Und jeder zweite von diesen Menschen wird nicht sofort an Gucci oder Prada gedacht haben, sondern eher an die traditionsreiche Sonnebrillenmarke Ray Ban. Und wenn Ray Ban erwähnt wird, dann natürlich auch die berühmten Modelle Aviator und Wayfarer – denn diesen Modellen verdankt die Marke ihren großen, weltweiten Erfolg.
Traditionsreiche Marke
Die Marke Ray Ban trat erstmals 1937 in Erscheinung, als die berühmte Pilotenbrille “Aviator” ihren Siegeszug antrat. Ob vorspiegelt oder nicht, die Aviator war so schnell Kult wie nur wenige Accessoires. Das klapprige, silberne Gestell mit den tropfenförmigen Gläsern war eine Zeit lang auf vielen Nasen zu finden. Als in den 50er Jahren dann die Wayfarer folgte, wurde Ray Ban ein weiteres Stück Unsterblichkeit zuteil.
Die Wayfarer – einfach Kult
Wer nicht weiß, wie die Ray Ban Wayfarer aussieht, hier noch einmal zur Erinnerung: Dunkles, festes und breites Gestell kombiniert mit kastenförmigen Gläsern und dicken Rahmen. Die Augenform läuft nach außen ein wenig auseinander, ist aber insgesamt eher schmal gehalten. Vergessen Sie also Brillen in Übergrößen wie sie die Fashion-Diktatur in 2009 vorschreibt. Wer wirklich cool sein will, trägt die Wayfarer auf der Nase und beweist Mut zum Understatement. Unverkennbar bei diesem Modell sind die silbernen Applikationen an den Außenseiten der Brille und den ebenfalls silbernen Ray-Ban-Schriftzug. Das Original gab es lange Zeit ausschließlich in Schwarz, später war es dann auch in Mahagoni-braun zu erhalten.
Berühmte Träger
Und was genau macht die Ray Ban Wayfarer nun 60 Jahre zum Kult? Wie mit vielen Dingen verhalfen Promis mit Kultstatus der Brille auf das Ruhmtreppchen, denn nach dem großen Erfolg der Ray Ban „Aviator“ ging es dem Brillenhersteller erstmal nicht so gut. Erst als die Wayfarer per Vertrag in einigen Filmen verwendet wurde, ging es wieder bergauf und die Wayfarer wurde zum Dauerseller. Besonders zu nennen sind hier die beiden Darsteller aus dem Film „Blues Brothers“, die beide eine schwarze Wayfarer auf der Nase trugen. Ab diesem Tag an, schnellten die Verkaufszahlen in die Höhe und das kastige Modell wurde salonfähig. Weitere Promis mit Brillenfetisch waren Billy Holly und sämtliche Darsteller in „Miami Vice“.
Auf eine lange Reise
Bis heute zieht sich die Reihe der prominenten Wayfarer-Anhänger. Diverse Sänger und Sängerinnen und auch Schauspieler der heutigen Zeit bis hin zu Models – alle ahmen den Kult nach und verdunkeln ihren Blick mit dem schicken Kastenmodell.
Wayfarer heißt übrigens „Wegwanderer“, Ray Ban hingegen „Strahlenverbanner“. Somit ist klar, dass dieses Modell noch einen langen Weg des Strahlenverbannens vor sich hat.