Die richtige Anti Aging Ernährung für gesunde Haut

Eine ausgewogene und gesunde Anti Aging Ernährung, die reich an Vitaminen ist, hat positive Auswirkungen auf das Hautbild.


Eine bestehende Fehlernährung zeigt sich außerordentlich früh an dem Erscheinungsbild der Haut. Bei genereller Mangelernährung kommt es zu einer besonders starken Austrocknung der Haut (Xerose), verstärkter Faltenbildung und Verlust von subcutanem Gewebe. Daneben ist starkes Übergewicht ein allgemeiner Faktor, der die Lebenserwartung herabsetzt und die Haut schneller altern lässt. Daher ist adipösen Patienten dringend zur Abnahme geraten. Doch ist auch Vorsicht bei diversen Diäten geboten, die deutlich unterkalorisch durchgeführt werden. Diese sind oftmals zu einseitig und können ebenso eine Mangelsituation hervorrufen. Viele der angepriesenen Diätformen, die etwa vorwiegend protein- oder eher kohlenhydratreich gehalten werden, sind schlicht weg nicht ausgewogen, dadurch kann es neben der Unterversorgung anderer Organe auch zu einer Beeinträchtigung der Struktur und Funktion der Haut kommen. Besonders deutlich sieht man die Auswirkungen einer Mangelerscheinung auf die Haut bei Patienten mit Magersucht, die Erkrankten haben brüchige Fingernägel, entwickeln eine Flaumbehaarung und neigen zu starkem Haarausfall, die Haut ist trocken, rissig und von fahl blasser Farbe. Eine gesunde, abwechslungsreiche Anti Aging Ernährung kann helfen.

 

Mangel an Antioxidantien ausgleichen
Der Verzehr von Obst und Gemüse gilt als effektiver Schutz gegen schädliche Umwelteinflüsse und wirkt frühzeitiger Hautalterung entgegen, ist demnach unverzichtbar bei der Anti Aging Ernährung. Die mit der Nahrung aufgenommenen Antioxidantien reichern sich auch in der Haut an. Dabei sind besonders Vitamin A, C, D und E sowie Karotinoide zu erwähnen. Krankheit, Stress und eine hohe UV-Exposition reduzieren die natürlichen Antioxidantien in der Haut, daher ist es wichtig, diese Mängel mit der Nahrung auszugleichen. Für eine gut durchblutete und „prall“ gefüllte Haut ist eine ausreichende Flüssigkeitsmenge wichtig, insbesondere Tees und Wasser sind als Getränke geeignet. Auch sportliche Betätigung, rund 30 Minuten Aktivität pro Tag, haben einen positiven Effekt auf das Altern im Allgemeinen. Durch die bessere Durchblutung des Körpers und den Aufbau von Muskelmasse bleibt die Haut straff und gesund.

Vitamine, die unter die Haut gehen
Ein wichtiges Antioxidans ist das Vitamin A, es ist bedeutend für Wachstum, Knochenbildung und zur Erhaltung einer gesunden Haut. Der Organismus kann aus Beta-Karotenoiden in einem Stoffwechselschritt Vitamin A bilden. Ein ernährungsbedingter Mangel an Vitamin A-Derivaten führt zu Hauttrockenheit, einer übermäßigen Verhornung der Haut (Hyperkeratose) und Schleimhautveränderungen. Der Abbau von elastischen und kollagenen Fasern durch die Enzyme Elastase und Kollagenase wird durch Vitamin A vermindert, sodass das Bindegewebe durch die Stoffwechselprodukte des Vitamins gestärkt wird. Hohe Mengen an Karotinoiden, wie Lycopin und Beta-Karotin, können nachweislich ein jugendlicheres Hautbild schaffen. Nahrungsmittel, die reich an Karotinoiden sind, sind zum Beispiel Karotten, Brokkoli, Spinat, Aprikosen, Papayas und Paprika. Die Wirkung von Vitamin E ist ebenfalls für die Haut interessant, da dieses fettlösliche Antioxidans eine Schutzwirkung auf Vitamin A ausübt und somit die hautstärkende Wirkung unterstützen kann. Vitamin E ist in Getreide, Ölen und Nüssen enthalten. Bei hohem oxidativen Stress ist ein erhöhter Bedarf an Vitamin C zu decken, da Vitamin C schnell verbraucht wird, hier eignen sich Zitrusfrüchte und Paprika.

Für das Abfangen von DNA –reaktiven Molekülen steht grüner Tee in der Diskussion, aufgrund der Inhaltsstoffe Polyphenolfraktionen und Epigallocatechingallat. Diese Wirkung haben auch zahlreiche Früchte und Nüsse, die Kurkumin enthalten. Darüber hinaus sind die im Tee enthaltenen Flavonoide und Phenole ebenfalls krebsvorbeugende Eigenschaften.

Empfehlungen der Ernährungsmediziner
In der Ernährungsmedizin wird weiterhin davon ausgegangen, dass die Einnahme von fünf Portionen Obst und Gemüse die beste Methode gegen den Kampf des vorzeitigen Alterns ist. Diese Aussage betrifft alle Organe – einschließlich der Haut. Eine gesunde Ernährung ist eine der wichtigsten Anti-Aging-Maßnahmen, dazu gehören folgende Ernährungsgewohnheiten, die unter der gesunden und guten Ernährung zusammenzufassen sind und die Ernährungspyramide der deutschen Gesellschaft für Ernährung bilden. Neben der hohen Zufuhr von Obst und Gemüse sollte auf eine ausreichend hohe Menge an pflanzlichen Ballaststoffen mit viel Getreide und reich an einfach und mehrfach gesättigten Fettsäuren geachtet werden. Der Verzehr von Fleisch sollte mäßig sein und mindestens zweimal pro Woche sollte Fisch auf dem Speiseplan stehen. Wichtig ist es ebenfalls wenig Transfettsäuren zu sich zu nehmen und generell einen niedriger glykämischer Wert, dieser spiegelt die Einflüsse auf den Blutglukosespiegel wider.

Nahrungsergänzungsmittel als Teil der Anti Aging Ernährung?
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln wird sehr kritisch beurteilt, da es aufgrund der häufigen Selbstdiagnostik der Menschen schnell zu Fehleinnahmen kommen kann. Viele Vitamine und Antioxidantien können in hoch dosierter Form toxisch wirken und zu Schäden aller Organsysteme führen. Bei dem Verzehr von Obst und Gemüse ist eine Überversorgung von Antioxidantien nicht möglich, da es eine natürliche Aufnahmegrenze gibt. Aber die Einnahme von einzelnen synthetischen Vitaminen ist fragwürdig, zum einen fehlt die biologische Aktivität in künstlich hergestellten Präparaten, zum anderen sind Überdosierungen möglich. Ein isolierter Stoff ist meist nicht so wirksam wie die natürlichen Verbindungen mit anderen Substanzen in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln, Vitamine und Mineralstoffe sollten im Komplex aufgenommen werden. Bei ergänzenden Präparaten muss aber auch darauf beachtet werden, dass verschiedene Vitamine und Vitalstoffe in direkter Kombination antagonistisch wirken können. So hat beispielsweise das Coenzym Q10 einen hemmenden Effekt auf die Wirkung von Vitamin E. Bei drastischen Diäten, hohem oxidativen Stress und krankhaften Mangelzuständen können Nahrungsergänzungsmittel jedoch sinnvoll sein. Generell ist es ratsam nur zu Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen, wenn ein nachgewiesener Mangel besteht und die Einnahme von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten unter Aufsicht eines Arztes steht.