Die richtige Entsorgung von Nachtspeicheröfen - so funktionierts

Die Entsorgung von Nachtspeicheröfen sollte dem Fachmann überlassen werden – erfolgt sie nicht fachgerecht hat es strafrechtliche Folgen


Die Entsorgung von Nachtspeicheröfen ist nicht ganz so einfach wie bei normalen Heizkörpern, die zum Schrott gebracht werden können. Nachtspeicheröfen enthalten giftige Substanzen, die von Fachbetrieben entsorgt werden müssen.

 

Entsorgung von Nachtspeicheröfen – nicht so einfach wie viele denken

  • Wenn eine Erneuerung der Heizungsanlage notwendig wird, entschließen sich viele für die Entsorgung der Nachtspeicheröfen im Tausch gegen günstigere Systeme - und so mancher Heimwerker ist der Meinung, dass er die alte Heizung einfach selbst ausbauen und auf den Sperrmüll bringen kann.

 

  • Doch ganz so einfach ist das nicht. Alte Modelle enthalten Asbest, die neueren das hochgiftige Chrom, deshalb darf die Entsorgung von Nachtspeicheröfen generell nur gemäß Gefahrenstoffverordnung und mit Nachweis, wo und wie sie entsorgt wurden, erfolgen.

 

Warum Nachtspeicheröfen unter die Gefahrenstoffverordnung fallen

  • Für die Entsorgung von Nachtspeicheröfen ist die Beauftragung eines Fachbetriebs notwendig, da eine unsachgemäße Handhabung nach Umweltstrafrecht geahndet wird. Das Unternehmen verpackt die Heizkörper zum Transport im Ganzen staubdicht und zerlegt sie dann in den gesicherten eigenen Räumlichkeiten.

 

  • Ist ein Abtransport in unzerlegtem Zustand nicht möglich, erfolgt eine grobe Zerlegung der Geräte bei Unterdruck bereits im Haus, die Einzelteile müssen für den Transport ebenfalls entsprechend gesichert werden.

 

  • Die Gefahr der alten Nachtspeicheröfen liegt im Asbest, dass sowohl in Dämmmatten als auch in den Ummantelungen der Messfühler vorhanden ist. Da die Asbestfasern nicht gebunden sind, finden sie sich auch an den Innenseiten der Blechgehäuse und Speicherplatten, durch das Zerlegen respektive Demontieren der Nachtspeicheröfen werden die Fasern freigesetzt und gelangen so in die Atemwege.

 

  •  Asbestfasern können noch nach Jahren schwerste Erkrankungen hervorrufen, ihre Beteiligung an der Entstehung von Lungenkrebs ist unumstritten. Da sich die Größe dieser Asbestfasern im mikroskopischen Bereich bewegt, ist ein Absaugen mit einem Haushaltsstaubsauger sinnlos, die Filter dieser Geräte sind zu grob, um die Asbestfasern zurückzuhalten.

 

  • Bei der neueren Generation von Nachtspeicheröfen wurde zwar kein Asbest mehr verwendet, dafür sind in diesen pcB-haltige Schalter und Speichersteine mit Chromat enthalten, die hochgiftiges Chrom bilden können. Sowohl pcB als auch Chromat sind hochgradig krebserregend, nur durch strikte Einhaltung der entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen ist eine Zerlegung von Nachtspeicheröfen sowohl für den Zerlegenden als auch für die Umwelt ohne Gefährdung möglich.