Viele Menschen stellen sich morgens vor den Spiegel und putzen sich die Zähne, soweit nichts ungewöhnliches. Doch was man da manchmal beobachten kann, lässt wenig Fachverstand vermuten. Da wird geschrubbt anstatt gebürstet, den Zahnzwischenräumen wird kaum Beachtung geschenkt und nach wenigen Sekunden ist alles schon wieder vorbei. Zudem wird zu aggressiv vorgegangen, die Bürste knickt um und hat so gut wie keinen Reinigungseffekt mehr. Schäden an Zähnen und Zahnfleisch sind bei einer solchen Zahnputztechnik wahrlich kein Wunder.
Wir stellen Ihnen die wichtigsten Techniken im Überblick vor und erklären, was Sie dabei beachten müssen. Sagen Sie endlich adé zur Schrubbtechnik.
Methode nach Brass: Klassiker für jedes Alter
Diese Methode wird heute von Zahnärzten am häufigsten empfohlen. Sie kann sowohl angewendet werden, wenn das Zahnfleisch gesund ist, aber auch bei kleineren Entzündungen, selbst milde Formen der Paradontitis sind mit der Bass-Methode kein Problem. Hierbei wird die Zahnbürste so angelegt, dass sie zum Teil auf den Zähnen und teilweise auf dem Zahnfleisch aufliegt. Mittels kleiner Hin- und Herbewegungen werden nun die Beläge, auch in den Zwischenräumen, entfernt. Empfohlen wird eine weiche Bürste.
Fones-Methode/KAI-Methode: Hin und Her
Die Fones-Methode, geläufiger ist jedoch die Bezeichnung KAI, eignet sich besonders gut, um kleinen Kindern das Zähneputzen beizubringen. KAI bezeichnet dabei die Reihenfolge des Vorgehens; K steht für Kauflächen, A symbolisiert Außenflächen und I schließlich bedeutet die Reinigung der Innenflächen. In Kurzform lässt sich diese Technik mit folgender kinderfreundlicher Formel auf den Punkt bringen: „Hin und Her. Hin und Her. Zähne putzen ist nicht schwer. Von rot nach weiß und immer im Kreis.“ Die Zähne werden also mithilfe rotierender Bewegungen geputzt.
Charters-Methode
Die Charters-Methode, auch als Massage-Technik bezeichnet, kommt zum Einsatz, wenn schwerwiegende Entzündungen des Zahnhalteapparates vorliegen. Auch zur abschließenden Reinigung beim Zahnarztbesuch wird sie eingesetzt. Sie ist schwer auszuüben und kann nur vom Zahnarzt gelehrt werden. Verwendet wird eine Zahnbürste mit harten Borsten und einem dreireihigen Zahnfeld.
Methode nach Stillman
Ähnlich wie die Charters-Methode ist auch die Stillman-Technik eine, die bei Patienten mit Zahnerkrankungen verwendet wird, in diesem Fall leiden die Menschen unter starkem Zahnfleischrückgang. Hierbei wird die Zahnbürste in einem 45 Grad-Winkel auf die Zähne gesetzt und abgerollt, sie wird auch als Auswischmethode bezeichnet. Auch diese Methode muss von Fachpersonal gezeigt werden. Vorteil dieser Technik: Das Zahnfleisch wird sanft massiert und stimuliert, jedoch können die Beläge nicht so gut entfernt werden wie etwa bei der Bass-Technik.
Welche Zahnputztechnik ist die beste?
Haben Sie gesunde Zähne und festes Zahnfleisch, entscheidet allein Ihr Geschmack darüber, welche Technik Sie anwenden möchten. Jedoch sollten Sie alle sechs Monate vom Zahnarzt überprüfen lassen, ob Sie auch richtig und gründlich genug putzen. Auch Zahnfärbetabletten können helfen, Schwächen bei der Zahnputztechnik erkennbar zu machen.