Die Schweinegrippe Impfung: Impfen oder lassen?

Die Schweinegrippe Impfung ist derzeit in aller Munde. Viele Menschen fragen sich, ob eine Impfung sinnvoll ist.


Impfen lassen oder doch lieber nicht? Momentan ist die Schweinegrippe Impfung in aller Munde. Doch viele Menschen sind verunsichert, ob eine Impfung wirklich Sinn hat. Die möglichen Nebenwirkungen der Impfung taten ihr übriges.

Wer wird geimpft?
Das Robert-Koch-Institut empfiehlt eine schrittweise Impfung, insgesamt sollen etwa 25 Millionen Deutsche gegen die Schweinegrippe geimpft werden. Zuerst sind Ärzte sowie medizinisches Personal, Polizisten und Feuerwehrmänner dran. Hiernach sollen die Risikogruppen geimpft werden, da bei ihnen eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht. Hierzu gehören Schwangere, chronisch Kranke, also zum Beispiel Menschen die an Diabetes, Asthma, Herz-Kreislauferkrankungen, oder einer HIV-Infektion leiden, oder starkes Übergewicht aufweisen. Wer sich in dieser zweiten Stufe impfen lassen will, aber nicht zu einer Risikogruppe gehört, kann dies nun tun – er wird von keinem Arzt abgewiesen werden. Die Kosten der Schweinegrippe Impfung werden von allen Krankenkassen übernommen. Da die Impfung zur Vorbeugung dient, entfällt zudem die Praxisgebühr für die Patienten. Der Impfschutz garantiert jedoch keine absolute Sicherheit, aber auch bei einer normalen Grippeimpfung sind nur 90 Prozent der Patienten geschützt. Bei älteren Menschen fällt der Schutz noch geringer aus.

Kritik am Impfstoff
Doch viele Menschen sind unsicher, ob sie sich impfen lassen sollen. Dies liegt vor allem daran, dass der Wirkstoff Pandemrix viel negative Presse bekommen hat. Von Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder sogar Lähmungserscheinungen ist die Rede. Dies liegt wohl an Wirkverstärkern, sogenannten Adjuvanzien, im Impfstoff Pandemrix. Zwar sorgen diese für einen verstärkten Schutz, da sie eine stärkere Immunreaktion auslösen, jedoch erhöhen sich dadurch auch die Nebenwirkungen der Schutzimpfung. Kritiker meinen außerdem, der Impfstoff sei nur unzureichend getestet.

Kein Grund zur Sorge?
Dem widersprechen jedoch viele Experten. Zwar sei mit Rötungen und schmerzenden Armen nach der Impfung zu rechenen, diese seien jedoch typische Folgen einer jeglichen Impfung. Zudem werde die Impfung von einer Studie begleitet, die behördlich kontrolliert wird, hierzu wird eine große Patientengruppe überwacht.

Schwanger: Impfen oder nicht?
Eine der größten Risikogruppen sind Schwangere. Da ihr Immunsystem recht schlecht ist, besteht, laut Robert-Koch-Institut (RKI), eine erhöhte Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs oder gar des Todes. Deshalb rät das RKI Schwangeren zur Impfung – am besten jedoch mit einem zusatzstofffreien Impfstoff. Jede schwangere Frau sollte dies vorher jedoch mit ihrem Arzt besprechen. Bisher gibt es nämlich noch keine Studien ob die Impfung möglicherweise fruchtschädigend sein könnte. Deshalb raten Experten, Schwangeren, sich eher nicht im ersten Trimester impfen zu lassen, da sich zu dieser Zeit gerade die Organe des ungeborenen Kindes ausbilden. Für Kinder unter sechs Monaten ist der Impfstoff nicht zugelassen.

Stand: 5. November 2009