Die Schweißdrüsen liegen in knäuelartiger Form im Grenzbereich zwischen Dermis und Subcutis und besitzen sezernierende Drüsenschläuche, die von glatten Muskelzellen (Myoepithelzellen) umgeben sind. Diese können dann rasch Schweiß „auspressen“, der relativ senkrecht durch die Dermis und Epidermis an die Oberfläche der Haut gelangt. Die Schweißdrüsen liegen in der Felderhaut zwischen den Haaren und in der Leistenhaut auf den Leistenkämmen. Mithilfe dieser Drüsen wird ein neutral bis schwach saurer Schweiß ausgestoßen, der hauptsächlich aus Wasser besteht, daneben sind Kochsalz, Harnstoff, Harnsäure und Fettsäuren in dem Sekret enthalten. Die schwach saure Schicht wird als Säureschutzmantel bezeichnet und hat in etwa einen pH-Wert von 4 bis 7.
Schweißdrüse - Regulierung der Körpertemperatur
Dieser Schutzmantel verhindert das Eindringen von Krankheitserregern und alkalischen Substanzen in die Haut. Nach Abschürfungen und Verletzungen besteht dieser Schutz allerdings nicht mehr. Durch die Flüssigkeitsabgabe über die Schweißdrüse kann die Körpertemperatur reguliert werden. Das Schwitzen schützt den Körper vor einem zu raschen Anstieg der Körpertemperatur und hat kühlende Wirkung. Interessant ist, dass Schweiß selbst nahezu geruchlos ist, erst durch Bakterien, die auf der Haut aufsitzen, kommt es zu unangenehmem „Schweißgeruch“.