Die Spirale zur Verhütung

Auch junge Frauen können problemlos die Spirale zur Verhütung benutzen, um den Körper nicht mit der Einnahme von Hormonen zu belasten.


Die Spirale, auch bekannt unter dem Namen Intrauterinpessar (IUP), gehört zu den sichersten Methoden zur Schwangerschaftsverhütung. Hierbei verhindert ein Gegenstand, der in die Gebärmutter eingeführt wird, das Einnisten der befruchteten Eizelle im Uterus. Dieses Prinzip gehört zu den ältesten Verfahren der Schwangerschaftsverhütung. Bereits im Orient hat man herausgefunden, dass das Platzieren kleiner Steinchen in der Gebärmutter eines Kamels verhindert, dass dieses während einer langen Reise trächtig wird. Der Name der Spirale zur Verhütung leitet sich von ihrer ehemaligen Form ab. Spiralen der heutigen Generation haben eher die Form eines kleinen Ankers oder ähneln einer Perlenkette.

Wie funktioniert die Spirale zur Verhütung einer Schwangerschaft?
Die Spirale wird vom Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt und kann dort, je nach Modell, für drei bis zehn Jahre verbleiben. Neueste Versionen bestehen aus einem T-förmigen Kunststoffstäbchen, das mit einem mit Kupfer beschichteten Draht umwickelt ist. Es gibt auch Modelle, bei denen zusätzlich eine Gold- oder Silberlegierung aufgetragen wird, die außer vor einer unerwünschten Schwangerschaft, auch vor Infektionen schützen sollen (Goldlilly). Die Spirale zur Verhütung ist auch auf Hormonbasis erhältlich. Das Wirkprinzip ist dabei ähnlich wie das der „Pille“. Das Intrauterinpessar gibt das Hormon Gestagen ab, was die Befruchtung der Eizelle verhindert. Der Vorteil für die Frau besteht darin, dass sie an die Einnahme der Pille nicht denken muss, darüber hinaus werden durch die Abgabe des Hormons direkt in die Schleimhäute der Gebärmutter, Wirkungsrisiken wie beispielsweise bei Darmproblemen, ausgeschlossen. Speziell für junge Frauen, die noch nicht geboren haben, wurde ein flexibles Modell entwickelt. GyneFix unterscheidet sich deutlich von anderen Intrauterinpessaren, denn es besitzt keinen festen Rahmen. Bei dieser Spirale werden spezielle Kupferzylinder auf einer Schnur befestigt. So kann es sich der Form der Gebärmutter besser anpassen und verursacht bei gleicher Effektivität wesentlich weniger Beschwerden. Das Einsetzen der Kupferkette funktioniert ähnlich wie bei einer herkömmlichen Spirale, jedoch wird das Kettchen direkt in die Gebärmutterwand implantiert, so dass es weder verrutschen noch abgestoßen werden kann.

Mit welchen Nebenwirkungen muss man beim Verwenden der Spirale zur Verhütung rechnen?
Die Spirale zur Verhütung verursacht bei einigen Frauen Beschwerden beim Einsetzen sowie während der Menstruation. Die Regelblutung kann stärker als gewöhnlich sein. Außerdem ist, bei wechselnden Geschlechtspartnern, das Risiko genitaler Infektionen erhöht. Frauen, die noch nicht geboren und einen kleineren Uterus haben, sind eher von Schmerzen betroffen. Jedoch gibt es mittlerweile kleine Modelle oder die Kupferkette, die auch von jungen Frauen besonders gut vertragen werden. Hormonspiralen haben, aufgrund des Hormongehalts, zusätzliche Nebenwirkungen, ähnlich wie die der „Pille“.