Die Teppichfliese: Tipps zu Kauf und Einbau

Die Teppichfliese ist ein Bodenbelag, der leicht zu verlegen ist und viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet.


Die Teppichfliese ist in vielen Wohn- und Geschäftsbereichen nutzbar, wie zum Beispiel im Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Büro oder auf der Messe. Nicht verklebte Fliesen können leicht mit umziehen oder auch ausgetauscht werden. Einige Modelle sind auch Trittschall gedämmt.

Kauf

  • Vor dem Kauf sollte man den Raum oder die Fläche, die zu verlegen ist, genau ausmessen. Auch bei Teppichfliesen sollte ein Verschnitt mit eingerechnet werden. Teppichfliesen werden in verschiedenen Größen, ab 40 x 40 cm, im Handel angeboten. Sie sind textil und in verschiedenen Qualitäten erhältlich.
  • Die leicht zu transportierenden Fliesen sind im Teppichfachgeschäft, Raumausstatter, Baumarkt, aber auch im Katalog, Onlinehandel oder Sonderpostmarkt erhältlich. Beim Kauf von Teppichfliesen sollte darauf geachtet werden, dass jede Packung die gleiche Produktions- und Farbnummer besitzt. Möchte man die Fliesen auf einer Fußbodenheizung verlegen, sollte man beachten, dass nicht jede Teppichfliese dafür geeignet ist.

Verlegen

  • Vor der Verlegung der Teppichfliese muss der ebene Untergrund frei von Schmutz und Staub sein. Am einfachsten ist es, wenn der Raum vollkommen leer ist. Man kann mit der ersten Fliese im Raum beginnen, dies kann der Raummittelpunkt sein. Um den Raummittelpunkt zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder, zieht man von jeder Raumecke aus eine Diagonale und am Schnittpunkt ist der Mittelpunkt. Hier muss jede Linie unter einer Fliesenecke der ersten Fliese liegen. Oder man teilt jede Seite des Raumes in die Hälfte und zieht zu der jeweils gegenüberliegenden Seite eine Linie. So entstehen in der Mitte des Raumes vier rechte Winkel.
  • In jedem Winkel kann man nun mit einer Fliese beginnen und an der Linie weiter verlegen. Eine weitere Möglichkeit besteht in einer in Fliesenbreite parallel zur Wand verlaufenden Hilfslinie. Hier muss an der Linie entlang, in den Raum hinein, zur großen Fläche hin, die erste Reihe verlegt werden. Es sind aber auch andere Raumaufteilungen möglich.
  • Zum Ziehen der Linien kann man sich mit einer Schnur behelfen. Selbstklebende Fliesen haben auf der Rückseite eine klebende Schicht, die mit einer Folie geschützt ist. Die Folie wird abgezogen, die Fliese wird verlegt und festgedrückt. Die erste selbstliegende Fliese oder Fliesenreihe sollte befestigt werden, zum Beispiel mit einem geeigneten Klebestreifen.
  • Alle folgenden Fliesen werden einfach weiter daran verlegt. Wasserdampfdurchlässige Fliesen kann man auch dauerhaft verkleben. Dazu ist ein spezieller Kleber notwendig, die genaue Anwendung entnimmt man dem benutzten Kleber. Dieser Boden ist aber erst nach mehreren Stunden begehbar. Sollte ein Zuschnitt notwendig werden, lassen sich die Fliesen leicht mit einem Teppichmesser auf der Rückseite zuschneiden. Bei selbstklebenden Fliesen ist zu beachten, dass die Folie erst nach dem Zuschnitt zu entfernen ist.
  • Bei der Verlegung sind immer die genauen Verarbeitungshinweise des Herstellers zu beachten. Um eine einheitliche Optik zu erzielen, sollten die Pfeile, die sich auf der Rückseite der Fliesen befinden, immer in eine Richtung zeigen. So erhält man den Eindruck einer Auslegeware.
  • Ein einfarbiges Schachbrettmuster erhält man, wenn die jeweils zweite Pfeilrichtung, zum Beispiel um 90 Grad gedreht wird, dieser Vorgang sollte man bei jeder zweiten Fliese wiederholen. Das Schachbrettmuster lässt sich auch mit zwei verschiedenen Farben und der Verlegung in einer Pfeilrichtung erzielen. Bei der Verwendung mehrerer Farben sollten diese farblich aufeinander abgestimmt sein und in derselben Qualität verwendet werden.
  • Mit Teppichfliesen kann man sehr kreativ arbeiten und den Gestaltungsmöglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt. So lassen sich Teppichfliesen zum Beispiel auch im Längsversatz, in Kombination von verschiedenen Farben oder Größen, im Fischgrätenmuster oder Schiffsparkett verlegen.