Die Zen Gymnasik - Blick nach Innen

Mit der fernöstlichen Zen Gymnastik können Sie Ihren Geist auf das Hier und Jetzt ausrichten.


Sport ist nicht immer gleich Sport. Wer sich heutzutage körperlich betätigen möchte, der kann aus einem breitgefächerten Programm wählen. Ob in Fitnessstudios oder auf eigene Faust im Wald – dem bewegungsbegeisterten Menschen sind keine Grenzen gesetzt.
Auch gerade die fernöstlichem Bewegungstherapien und Sportarten, wenn man sie als solche bezeichnen möchte, erleben ein Hoch in den letzten Jahren. Immer mehr Fitnessstudios holen sich Trainer ins Haus, die sich mit Qui Gong, Tai Chi, den verschiedenen Yoga-Formen und Zen Gymnastik auskennen. Doch was steckt hinter all den fremd klingenden Bezeichnungen und was ist für wen geeignet? Heute widmet sich Hilfreich der Zen Gymnastik und erklärt die Geheimnisse dieser buddhistischen Bewegungslehre.

Traditionsreiche Gymnastik
Zen Gymnastik ist so alt wie man es bei dieser Bezeichnung vermuten könnte. Schon im sechsten Jahrhundert nach Christus tauchte es bei den Mönchen des buddhistischen Shaolin-Klosters auf. Die verschiedenen Übungen der Zen Gymnastik, die Meditation und Bewegung vereinen, wurden entwickelt um den Körper der Mönche und deren Gesundheit zu stärken. Später gingen aus diesen Bewegungen auch Kampfkünste wie das Kung Fu hervor. Im zwanzigsten Jahrhundert wurde die Zen Gymnastik durch einen koreanischen Mönch wiederentdeckt und weiterverbreitet.

108 Mal Körper und Seele
Die Grundlage der Zen Gymnastik beruht auf langsamen und bewussten Übungen, die im Stand oder auf der Matte ausgeführt werden. Die Zen-Bewegungslehre umfasst sage und schreibe 108 Übungen, die dem Yoga angelehnt, aber nicht mit diesem verglichen werden können, da die einzelnen Übungen selten statisch gehalten werden. Zen-Gymnastik ist ein ganzheitliches Training, das den Fokus vor allen Dingen auf die richtige Atmung legt, wodurch der Körper zur Ruhe kommt und der Mensch lernt, seinen Blick mehr nach Innen zu richten.
Eine Trainingseinheit mit Zen Gymnastik beinhaltet eine zehnminütige Meditation, die im Vorfeld durchgeführt wird. Das beruhigt Körper und Geist und stellt auf die folgenden Bewegungen ein. Danach folgen 20 Minuten Gymnastik, welche im Stehen, im Liegen oder im Sitzen ausgeführt werden. Die Priorität bei allen Übungen liegt auf der Atmung und auf dem nach Innen gerichteten Blick. Auch, wenn die Zen Gymnastik der Entspannung dienen soll, so ist es doch von Nöten die ganze Zeit über fokussiert und konzentriert zu bleiben. Am Ende der Trainingseinheit wird dann eine zehnminütige Tiefenentspannung nachgeschoben.

Entspannung und erweiterte Wahrnehmung
Neben der im Vordergrund stehenden Entspannung wird auch das Koordinationsvermögen bei der Zen-Gymnastik geschult. Die Körperwahrnehmung jedes einzelnen wird verbessert und auch die Beweglichkeit soll gesteigert werden. Über einen längeren Zeitraum kann man auch beobachten, dass sich Bauch und Rücken gestärkt anfühlen und sich die Verdauung und Atemfunktion verbessert. Durch die besonderen Bewegungen des Zen werden außerdem die inneren Organe sanft massiert, was zu einem allgemein gesteigerten Wohlbefinden führt.

Wer darf es machen?
Geeignet ist die Zen Gymnastik im Generellen für jeden Menschen. Weil durch die Übungen keine großen Anstrengungen auf den Sportler zukommen, ist sie auch für ältere Menschen gut geeignet. Zen-Übungen können sowohl alleine, als auch im Studio in der Gruppe durchgeführt werden. Menschen, die sich ein verbessertes Körpergefühl wünschen und ihren Körper besser kennenlernen wollen, machen mit Zen Gymnastik alles richtig.