Dinner Cancelling

Bei der Dinner Cancelling Diät wird auf das Abendbrot verzichtet. Nach circa 16 Uhr sollte der Körper bis zum Frühstück dann keine Nahrung mehr erhalten.


Diese Methode besticht durch ihre Einfachheit: Dinner Cancelling bedeutet nichts anderes, als dass das Abendbrot ausgelassen wird. Je nach Tagesrhythmus heißt das, dass ab etwa 16 Uhr nichts mehr gegessen werden darf. Der Körper sollte bis zum Frühstück am nächsten Morgen etwa 14 Stunden ohne feste Nahrung bleiben. Erlaubt sind während dieser Zeit lediglich kalorienfreie Getränke wie Kräutertee und Wasser.

Ausnahmen sind erlaubt

  • Bei Heißhungerattacken darf ein Apfel gegessen oder eine Tasse Brühe getrunken werden. Um das soziale Miteinander nicht zu stören, sind Ausnahmen vom Dinner Cancelling zwei bis dreimal die Woche gestattet, zum Beispiel, wenn ein gemeinsames Abendessen mit Freunden ansteht.
  • Das Dinner Cancelling stammt aus der Anti-Aging-Bewegung. Seine Anhänger glauben, dass durch den Verzicht aufs Abendessen nicht nur die Pfunde purzeln, sondern zugleich die Alterungsprozesse des Körpers verzögert werden. Der Körper könne sich dadurch, dass er keine Energie für die Verdauung aufwenden muss, in der Nacht besser regenerieren. Haut und Bindegewebe werden gestrafft, man fühle sich am Morgen fit und ausgeruht.

Jung bleiben durch Nahrungsverzicht?

  • Tatsächlich wird durch den abendlichen Nahrungsverzicht die Produktion des Wachstumshormons Somatropin und des Schlafhormons Melatonin angeregt. Somatropin fördert den Aufbau von Muskelmasse und hilft bei der Fettverbrennung. Melatonin verlangsamt während des Schlafs die Zellteilung. Beide Hormone werden mit zunehmendem Alter weniger produziert. Durch das Dinner Cancelling, so seine Anhänger, könne die Hormonproduktion wieder angeregt und der Alterungsprozess verlangsamt werden.
  • Wer dazu neigt, abends vor dem Fernseher unkontrolliert Chips zu knuspern, für den ist das Dinner Cancelling möglicherweise sinnvoll. Ernährungsberater allerdings bezweifeln die Wirksamkeit der Methode. Tests zeigen, dass die Tageszeit, zu der die Nahrung aufgenommen wird, beim Zu- oder Abnehmen keine Rolle spielt. Über kurz oder lang, so argumentieren Kritiker, gewöhne man sich eben an, den Kalorienbedarf vor 16 Uhr zu decken, die Gewichtsreduktion falle damit weg.