Diphtherie - Würgeengel der Kinder

Bei einer Infektion mit der Krankheit Diphtherie, kommt es zu einer Anschwellung der Schleimhaut im Rachen. Das verursacht die übliche Atemnot. Diphterie kann bei zu später Behandlung tödlich enden


Durch das Gift des Diphtherie-Bakteriums wird die lebensgefährliche und hochansteckende Erkrankung der oberen Atemwege hervorgerufen, die Diphtherie. In der Umgangssprache wurde die Diphtherie früher „Würgeengel der Kinder“ genannt, denn bevor eine vorbeugende Diptherieimpfung eingeführt wurde, überfiel gerade jüngere Menschen besonders häufig diese Infektionskrankheit.

 

Infektion
Wenn man sich mit Diphtherie infiziert hat, schwillt die Schleimhaut im Rachen an und man bekommt kaum noch Luft. Wird Diphtherie nicht rechtzeitig behandelt, führt sie oft zum Tod. Bei schweren Verläufen drohen Schäden im Gehirn oder am Herzen. Dank der Diphterieimpfung und auch der verbesserten hygienischen Verhältnisse ist Diphtherie in Deutschland eine seltene Krankheit geworden. Zwar sind Kinder oftmals gut gegen Diphtherie durch einen Impfschutz geschützt, aber etwa 60 Prozent der 30 bis 40-jährigen haben keinen ausreichenden Impfschutz.

 

Risikogebiete
Diphtherie tritt noch immer sehr häufig in verschiedenen Reiseländern auf. Besonders in den Staaten der ehemaligen UdSSR. Eine Diphtherie-Impfung wird für alle Kinder und Erwachsenen empfohlen und muss regelmäßig aufgefrischt werden. Weil der Impfstoff aus einem abgeschwächten Gift des Diphtherie Bakteriums besteht, wird er als Totimpfstoff bezeichnet. Hierbei handelt es sich aber dennoch um eine aktive Impfung, denn der Körper bildet sofort Abwehrstoffe gegen das Diphtherie-Bakterium. Sollte man nun mit einem Diphtherie-Erreger in Kontakt kommen, wird dieser von den Antikörpern abgefangen und somit ein Ausbruch der Diphtherie verhindert.