Dipiperon: Wirkung und Nebenwirkungen

Dipiperon – das Medikament aus der Gruppe der Neuroleptika mit dem Wirkstoff Pipamperon als Mittel gegen psychische Störungen und Schlaflosigkeit.


Das verschreibungspflichtige Präparat Dipiperon gibt es sowohl in Tablettenform als auch als Saft und wird häufig bei älteren Patienten im Falle von Schlafstörungen als Schlafmittel eingesetzt. Unter strenger ärztlicher Aufsicht können auch Kinder mit dem Mittel behandelt werden. Dies könnte beispielsweise bei chronischen Schlafstörungen der Fall sein, die in Verbindung mit der gleichzeitigen Einnahme von Ritalin stehen. Als Neuroleptikum wird das Nerven beruhigende Medikament weiterhin bei psychischen Krankheiten wie zum Beispiel einer Psychose sowie bei Erregungs- und Verwirrtheitszuständen verschrieben.

Wirkung von Dipiperon
Als niederpotentes, also schwach wirkendes Antipsychotikum, blockiert es Rezeptoren im zentralen Nervensystem des Menschen, die zur Aufnahme des Nervenbotenstoffes Dopamin dienen. Auf diese Weise werden zu starke Nervenreaktionen gedämpft, so dass der Patient nach Einnahme des Medikaments ruhiger wird und, je nach Dosierung, sogar ein Schlafbedürfnis verspürt. Der Schwerpunkt liegt auf der sedierenden Wirkung. Da es sich um ein niederpotentes Präparat handelt, ist die antipsychotische Wirkung also eher gering.

Nebenwirkungen bei der Einnahme von Pipamperon-Präparaten
Bei der Einnahme von Dipiperon können zahlreiche unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Häufig berichten Patienten, die mit Dipiperon behandelt werden, über Müdigkeit, Depressionen, Kopfschmerzen, Herzrasen, Appetitverlust und Übelkeit bis zum Erbrechen, erhöhten Speichelfluss, Sehstörungen, Schwindel, niedrigen Blutdruck und sogar von epileptischen Anfällen.
Weiterhin vorgekommen sind bei der Behandlung mit dem Medikament auf Pipamperon-Basis Herzrhythmus-Störungen, Leberentzündungen und- Leberfunktionsstörungen sowie Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, erhöhter Pulsschlag, Brustvergrößerungen bei Männern und Regelstörungen bei Frauen.
Dipiperon kann darüber hinaus Bewegungsstörungen (so genannte Dyskinesien) im Gesichtsbereich, verursachen. Besonders stark betroffen ist dabei der Mundbereich.

Weitere Hinweise
Bei der Einnahme muss beachtet werden, dass bei Absetzen des Mittels Entzugserscheinungen in Form von Schlaflosigkeit auftreten können.
Pipamperon wirkt krampfschwellensenkend. Bei Patienten mit Epilepsie ist daher besondere Vorsicht geboten. Die vom Arzt verschriebene Dosis ist unbedingt einzuhalten. Patienten mit Depressionen und Herzerkrankungen sollten Dipiperon ebenfalls nur unter strenger ärztlicher Kontrolle einnehmen. Ältere Patienten reagieren möglicherweise sensibler auf den Wirkstoff. Die vom Arzt verschriebene Dosis sollte deshalb nicht selbstständig verändert werden. Außerdem ist es – angesichts der vielen möglichen Nebenwirkungen – ratsam, bei Schlafstörungen im Alter zunächst ein Naturpräparat auszuprobieren.