Direktversicherung Altersvorsorge

Der Arbeitgeber schließt bei der Altersvorsorge Direktversicherung einen Vertrag auf seinen Arbeitnehmer ab. Nur der Versicherte selbt, beziehungsweise seine Hinterbliebenen haben auf diese Versicherung Zugriff.


Eine Altersvorsorge Direktversicherung ist ein Lebensversicherungsvertrag (zum Beispiel eine Kapitallebensversicherung) und wird von einem Arbeitgeber abgeschlossen. Der Arbeitgeber ist der Versicherungsnehmer und schließt auf das Leben eines Arbeitnehmers (versicherte Person) bei einem in Deutschland zugelassenen Versicherer einen entsprechenden Vertrag ab. Bezugsberechtigt sind der Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen.

Die Finanzierung

Die Finanzierung erfolgt durch Entgeltumwandlung direkt aus dem Bruttogehalt des Arbeitnehmers. Unfallzusatzversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen, die in Verbindung mit Lebensversicherungen abgeschlossen werden, und Berufsunfähigkeitsversicherungen und Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewehr gehören ebenfalls zu den Direktversicherungen. Die vom Arbeitgeber zur Direktversicherung gezahlten Beiträge gehören zum lohnsteuerlichen Arbeitslohn des Arbeitnehmers. Vorausgesetzt der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmer bzw. seine Hinterbliebenen als Bezugsberechtigte für die Leistungen bestimmt. Die Ansprüche des Arbeitnehmers bestehen direkt gegenüber dem Direktversicherer, nicht gegenüber dem Arbeitgeber. Bei einem Firmenwechsel kann der Arbeitnehmer seine Versicherungspolice mitnehmen. Der Arbeitgeber muss dann jedoch seine Zustimmung geben.

 

Der Zins

Der gesetzlich festgelegte Garantiezins beträgt 2,75 Prozent (seit Anfang 2004). Dazu kommen die bei Kapitallebens- und privaten Rentenversicherungen üblichen Überschussanteile. Diese sind allerdings nicht garantiert. Die Anbieter von Direktversicherungen stehen unter Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

 

Auszahlung
Die Auszahlungen von Direktversicherungen (Renten- oder Kapitalleistungen), die seit Anfang 2005 abgeschlossenen wurden, sind voll steuer- und sozialversicherungspflichtig. Betriebliche Direktversicherungen werden seit dem Jahr 2005 behandelt wie Pensionskassen und Pensionsfonds.

Bis Ende 2004 gab es die Möglichkeit der Pauschalbesteuerung. Diese lag bei 20 % und hatte den Vorteil, dass die späteren Rentenzahlungen nur mit dem sogenannten Ertragsanteil versteuert werden mussten. Die Höhe des Ertragsanteils hing vom Lebensalter zum Zeitpunkt der Auszahlung ab. In vielen Fällen war das gleichbedeutend mit Steuerfreiheit. Und zwar immer dann, wenn hohe Freibeträge gewährt wurden. Nach mindestens zwölf Jahren Laufzeit sind Kapitalauszahlungen gänzlich steuerfrei.

Fördermöglichkeiten

Bei der Altersvorsorge Direktversicherung gibt es zwei  Möglichkeiten der Entgeltumwandlung.

 

- Bruttoentgeltumwandlung
Seit 2005 können bis zur vier Prozent der Beiträge zu Direktversicherungen (Beitragsbemessungsgrenze 2006 = 2.520 Euro) steuerfrei aus dem Bruttoeinkommen umgewandelt werden. Darüber hinaus sind weitere 1.800 Euro jährlich steuerfrei möglich.

 

- Nettoentgeltumwandlung
Eine Förderung durch staatliche Zulagen nach dem Modell der Riester-Rente (Nettoentgeltumwandlung) ist bei der Direktversicherung möglich. In diesem Fall werden die Beitragszahlungen zunächst mit dem persönlichen Steuersatz versteuert, dann durch die Zulagenförderung aber wieder steuerfrei gestellt. Auch hier gilt, dass die Auszahlungen im Alter voll versteuert werden müssen.

 

Bei Verträgen, die bis Ende 2004 abgeschlossenen wurden, können die Beiträge weiter bis zu einem Betrag von 1.752 Euro jährlich mit einem Pauschalsatz von 20 Prozent besteuert werden.

 

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