DLC Software: Was steckt dahinter?

DLC Software bietet Computernutzern auf einfache und unkomplizierte Weise neue Funktionen und Inhalte für Spiele und eine Vielzahl von Programmen.


Die Abkürzung „DLC“ steht für „Downloadable Content“ und bezeichnet Inhalte und Funktionen, die innerhalb von Computerspielen und Anwendungen – im Übrigen auch für Smartphones – erworben und heruntergeladen werden können. DLC Software kann verlockend, aber auch teuer sein!

DLC-Container-Dateien sind keine DLC Software!

  • Der Begriff DLC darf nicht mit sogenannten DLC-Container-Dateien verwechselt werden. Mit letzterem werden Dateien minimaler Größe bezeichnet, die in Downloadmanagern dem schnelleren Aufruf von Downloadlinks dienen.
  • DLC-Container-Dateien werden insbesondere mit dem Programm „jDownloader“ genutzt, das auf Grund seiner starken Verbreitung unter Raubkopierern als unseriös gilt.
  • DLC bezeichnet im Gegensatz dazu bestimmte Inhalte und Funktionen, die in neueren Programmen kostenpflichtig erworben werden können. Der Erwerb ist keine Pflicht und die jeweiligen Anwendungen sind durch ihren verminderten Funktionsumfang günstiger. Dennoch werden DLC-Inhalte vor allem bei Computerspielen als „Abzocke“ tituliert.
  • Diese Vermutung liegt auch nahe: Da Computerspiele mit DLC Software meist nur minimal günstiger sind, kann sich der Gesamtpreis bei Bezug aller verfügbaren Zusatzfunktionen schnell verdoppeln.
  • Bei Onlinegames kann der Erwerb von DLC Software sogar süchtig machen, da ohne diese zusätzlichen Produkte meist kein Erfolg in der Spielwelt zu erzielen ist.

Wie funktioniert DLC Software genau?

  • Um die Funktionsweise plastisch darstellen zu können, sei ein nicht näher benanntes Beispiel aus dem Smartphone-Bereich angeführt: In vielen Programmstores der Smartphone-Hersteller steht im Vergleich zu sogenannten Stand-Alone-Geräten relativ günstige Navigationssoftware zur Verfügung. Ob iPhone oder HTC – jedes Handy wird damit zum Navi. Aber bei den zusätzlichen Funktionen wird es teuer!
  • Ob es nun stets aktuelle Nachrichten über Verkehrsverhältnisse oder die 3-D-Perspektive beim Navigieren sind, die Funktionen sind nochmals zu bezahlen. Mit wenigen Klicks werden sie aus dem Netz geladen und installiert.
  • Der Nutzer nicht viel dazu tun. Die Kosten werden aber meistens erst mit der Kreditkartenabrechnung ersichtlich. So wird aus dem Navi zum Schnäppchenpreis ein High-End-Gerät – jedenfalls preislich.
  • Gleiches gilt für Computerspiele. Gerade Onlinerollenspiele locken mit DLC Software. Ob Items oder sogenannte Aufputschmittel für den eigenen Charakter, fast zu jedem Titel bieten Hersteller zusätzliche Funktionen und angeblich nützliche Inhalte im Spiel kostenpflichtig an. Neben den regulären monatlichen Spielgebühren entstehen auf diese Weise Nebenkosten, die beim Kauf nicht absehbar sind.