Dönerproduktion: Wie geht halal?

Die Bezeichnung Halal erfordert in der Dönerproduktion die strenge Einhaltung gewisser Normen, die vom Koran vorgeschrieben sind.


"Halal" kommt aus dem Arabischen und bedeutet "zulässig" beziehungsweise "erlaubt". Auch in der Dönerproduktion kann nur ethisch einwandfrei behandelte Fleischware diesen Titel tragen. Dafür diktiert der Koran strenge Richtlinien, die durch verschiedenste Kontrollmechanismen garantiert werden müssen.
Für die Dönerproduktion, die als zulässig eingeschätzt wird, darf entsprechend nur Hähnchen-, Puten-, Lamm- oder Rindfleisch verwendet werden. Schon zu Lebzeiten der Tiere sollte garantiert sein, dass diese gesundes und rein pflanzliches Futter erhalten, um als "halal" zu gelten. Auch nach der Schlachtung sind regelmäßige Qualitätskontrollen von "zulässigen" Lebensmitteln Pflicht.

Die Herstellungsmethodik für zulässige Dönerproduktion der Muslime
"Halal" besagt, dass die zu Döner verarbeiteten Tiere so schmerzfrei wie möglich getötet wurden. Im Koran ist außerdem vorgeschrieben, dass den Tieren mit Güte zu begegnen ist, wie es das Ihsan-Gebot vorschreibt. Gläubigen Muslimen ist also ein ethisch korrekter Umgang mit den Schlachttieren wichtig.
Dafür wird die Schächtungsmethode eingesetzt. Dies ist eine rituelle Handlung, bei der den Tieren mit einem scharfen Messer der Kehlkopf durchtrennt wird. Hierbei müssen gleichzeitig zwei Halsschlagadern sowie die Luft- und Speiseröhre durchgeschnitten werden. Daraufhin lässt der Schächter das Schlachtvieh komplett ausbluten und spricht den Satz "Bismillah, Allahu Akbar" (Im Namen von Allah, dem Größten).

Die gesetzliche "Halal"-Garantie
Für den europäischen Lebensmittelhandel gilt derzeit die IFS-Zertifizierung (International Food Standard) zur Qualitätssicherung und das Hazard Analysis and Critical Control Points-Konzept (HACCP), als Sicherheitsgarantie der Ware. Während der gesamten Dönerproduktion wird also darauf geachtet, dass keine Zusatzstoffe an die Ware gelangen können, die den Titel "halal" gefährden könnten.
"Halal" unterliegt als Produktbezeichnung außerdem der Internationalen Organisation für Normung (ISO). Die Fleischereiberufsgenossenschaft (FBG) ist ebenso zu regelmäßigen Kontrollen der Produkte verpflichtet. Dadurch wird sicher gestellt, dass schon bei der Schlachtung der Tiere alle für die Bezeichnung "halal" notwendigen Kriterien eingehalten werden und bei dem anschließenden Weitertransport der Ware strenge Hygienestandards beachtet werden. Die Temperatur des Produktes, die Qualität der hygienischen Kunststoffverpackung und die Nachvollziehbarkeit der Herkunft der Lebensmittel stehen dabei genauso im Blickpunkt, wie die ständige Reinigung der eingesetzten Maschinen. Dies wird durch die detaillierte Kennzeichnung mit Strichcodes bewerkstelligt.
Die Mittel, welche während der Dönerproduktion hinzugefügt werden, werden von den oben genannten Organisationen ebenso streng auf ihre "Halal"-Zulässigkeit überprüft, sodass man seinen Döner im islamischen Sinne "erlaubt" genießen kann und nicht "haram" – "verboten".