Dogdancing: Kreativer Hundesport für jede Altersklasse

Sie tanzen gern? Warum nehmen Sie dann nicht mal Ihren Hund mit in die Tanzarena zum Dogdancing?


Wer jetzt denkt, beim Dogdancing geht es darum, den Gefährten des Menschen an den Pfoten durch das Wohnzimmer zu schleifen, irrt sich, auch wenn der Begriff das zunächst vermuten lässt. Vielmehr handelt es sich dabei um eine künstlerische Präsentation der Bindung Mensch-Tier.

Darf ich bitten?
Diese noch recht neue Form des Hundesports stammt aus den USA und ist eine wunderbare Möglichkeit, die Bindung zu seinem Hund zu verstärken. Der Hund lernt neue Bewegungen und trainiert somit auch sein Gehirn, Sie können so richtig kreativ werden, indem Sie eine spannende Choreographie erstellen.
Basis des Dogdancings ist das Obedience, also der Gehorsam und das Befolgen bestimmter Befehle (Bei Fuß, Sitz). In Verbindung mit eingeübten Kunststücken und individuellen Bewegungsabfolgen entsteht eine spannende Möglichkeit, gemeinsam als Team aufzutreten. Ziel ist es sein Team bestmöglich zu präsentieren, der Hund steht aber immer im Vordergrund. Bei der Zusammenstellung der Choreographie sind Ihnen keine Grenzen gesetzt, Sie können klassische Tanzschritte einbauen, Ihren Hund slalomartig durch die Beine laufen lassen oder ein Kunststück einüben, das nur Ihr Hund kann. Stimmen Sie das Programm immer auf den Charakter und die Leistungsfähigkeit des Hundes ab. Ein älterer Hund sollte keine Bewegungen mehr ausführen, die zu anstrengend sind oder die die Gesundheit beeinträchtigen könnten, für Senioren-Hunde oder Tiere, die Schäden am Bewegungsapparat aufweisen, sollte immer ein langsamer Musiktitel ausgewählt werden.

Offiziell oder Fun?
Wollen Sie wissen, wie gut Sie als Team eingespielt sind, können Sie an Wettbewerben teilnehmen. Generell gibt es offizielle Klassen und Fun-Klassen. In den offiziellen Klassen beginnt jedes Team in der Klasse eins, sobald eine bestimmte Punktzahl erreicht worden ist, steigt das Team in eine höhere Klasse auf. Die Punkte des jeweiligen Wettbewerbs werden in einem Leistungsheft aufgeschrieben, um den Überblick zu behalten. In den Funklassen geht es – wie der Name schon sagt, ausschließlich um den Spaßfaktor. Hier gibt es keine Punkte, sondern nur eine schriftliche Bewertung der Aufführung. Im „Lucky Dip“ wird der Musiktitel zufällig ausgewählt, sodass Hund und Herrchen improvisieren müssen, im „Quartett“ nehmen jeweils zwei Hunde mitsamt ihrer Besitzer teil und bei den „Senioren“ sind nur Menschen über 60 und Hunde über acht Jahren erlaubt. Sogar behinderte Hunde und Menschen dürfen teilnehmen.

Gut oder schlecht?
Entscheidend ist – wie beim klassischen Tanz auch – die technische Umsetzung der Bewegungen und die artistische Note. Unter letztere fallen solche Aspekte wie Kreativität und Vielseitigkeit der Choreografie, Musikwahl und die Motivation und Ausstrahlung des Hundes. Auch das Zusammenspiel Hund-Mensch wird bewertet. Punktabzüge gibt es unter anderem, wenn der Hund viel bellt, die Tanzarena verlässt oder der Besitzer ihn unnötig aggressiv behandelt.

Metallica oder Mozart?
Die Musikwahl muss besonders sorgwältig erfolgen, denn der Titel muss einerseits zum Charakter der Tanzenden passen, andererseits zur Choreografie. Ist Ihr Hund temperamentvoll und wild, sollte die Musik seinen Charakter wiederspiegeln. Denn beim Dogdancing geht es ja darum, den Hund von seiner besten Seite zu zeigen.