Donauschifffahrt: Passau-Budapest auf dem Dampfer

Eine Donauschifffahrt zwischen Passau und Budapest bringt den Reisenden in drei europäische Hauptstädte: Wien, Bratislava und Budapest. Lesen Sie hier, welch interessante Ziele der zweitlängste Fluss Europas Ihnen zu bieten hat.


Wer eine Flusskreuzfahrt unternimmt, sieht den Reiseweg mit neuen Augen! Es ist ein Unterschied, ob ein Tourist beispielsweise von Deutschland nach Wien auf der Autobahn fährt oder mit einem Flusskreuzfahrtschiff. Auf der Autobahn legt er seinen Weg möglichst schnell zurück und er wird die Fahrt kaum genießen. An dem Passagier eines Donaukreuzfahrtschiffes gleitet dagegen eine idyllische Flusslandschaft langsam vorbei. Er hat an Deck gute Luft, Ruhe, gutes Essen und – wenn er möchte – auch Unterhaltung. Die Donauschifffahrt dauert länger als die Autofahrt, aber dafür legt das Schiff an interessanten Zwischenstationen an. Begeben wir uns nun in Gedanken auf eine Reise donauabwärts. Unsere Donauschifffahrt beginnt in Passau.

Passau: Beginn der Fahrt in der Dreiflüssestadt
Passau, wo Inn und Ilz in die Donau fließen, ist der Ausgangspunkt der Reise. Vielleicht bleibt vor der Abfahrt des Kreuzfahrtschiffes noch Zeit für einen kleinen Stadtbummel oder wenigstens für einen Spaziergang am Donauufer. Die Altstadt von Passau, mit ihren vielen barocken Gebäuden, bietet schöne Fotomotive. Auch der Dom wurde im barocken Stil gegen Ende des 17. Jahrhunderts erbaut. Die Attraktion des Doms ist die riesige Orgel.

Linz und Melk: das moderne und das traditionelle Österreich
Die Donauschifffahrt zwischen Passau und Budapest führt über weite Strecken durch Österreich. Linz ist eine der Stationen. Die Stadt gilt als besonders modern, nicht nur weil in den letzten Jahren mehrere Hochhäuser dort gebaut wurden (zum Beispiel der „City Tower“), sondern auch wegen einiger zukunftsweisender Kultureinrichtungen. Da wäre zum Beispiel das Museum für Elektronische Kunst „Ars Electronica Center“ zu nennen oder das Museum für moderne und klassische Kunst. In Gestalt des Stifts Melk, der nächsten Station der Reise, trifft der Tourist auf das traditionelle Österreich. Das Stift Melk ist ein Kloster, das im 11. Jahrhundert gegründet wurde. Die Klosterkirche ist mit barocker Kunst ausgeschmückt.

Wien und Bratislava: Beide Schwesterstädte sind einen Besuch wert
In östlicher Richtung donauabwärts, gelangt das Schiff zu den nah beieinander liegenden Hauptstädten Wien und Bratislava. Für Wien ist ein Tagesbesuch eigentlich viel zu kurz. Wenigstens in der Innenstadt mit Stephansdom und Hotel Sacher, Parlamentsgebäude und Burgtheater sollte jeder Tourist vorbeischauen. Etwas mehr Zeit brauchen die Führungen durch das Schloss Schönbrunn und der Praterbesuch. Bratislava ist mit nur etwa 430.000 Einwohnern viel kleiner als Wien, doch sind auch hier zahlreiche historische Gebäude zu sehen. Zum Beispiel der Martinsdom, im gotischen Stil erbaut und die Jugendstilkirche Sankt Elisabeth. Bratislava besitzt schöne Parks und es ist äußerst erholsam, etwa durch den historischen Park „Janko Král“ am Donauufer zu schlendern.

Vom Donauknie bei Esztergom zum Reiseziel Budapest
Bei Esztergom in Ungarn, biegt die Donau ab und fließt weiter in Richtung Süden. Esztergom war in früheren Jahrhunderten zeitweise die Hauptstadt Ungarns. Schönste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die große Basilika. In Budapest endet die Reise. Hier können die Passagiere noch einen Stadtbummel unternehmen und zum Beispiel den Burgberg und die Kunsthalle Budapest besuchen.