Doppelnamen beliebte Namen für Jungen und Mädchen

Wer für sein Kind einen Doppelnamen auswählt, sollte die beiden Namen nicht nur gut aufeinander abstimmen, sondern auch auf den Nachnamen achten.


Spätestens zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt der Schwangerschaft gilt es für die werdenden Eltern, sich Gedanken über den Namen des Kindes zu machen. Oftmals werden Doppelnamen ausgewählt, hierfür kann es gute Gründe geben. Ein schlechter Grund wäre allerdings folgender: Wenn man sich nicht auf einen Namen einigen kann, führt dies unweigerlich zu Konflikten. Welcher Name wird voran gestellt? Wie soll das Kind später gerufen werden? In diesem Fall sollte man sich besser um einen Kompromiss bemühen und vielleicht einen völlig anderen Namen in Betracht ziehen.

Notwendige und freiwillige Doppelnamen
Rein rechtlich gesehen gibt es einige Namen, die einen Doppelnamen bedingen. Dies liegt daran, dass es Namen gibt, die eine geschlechtliche Zuordnung des Namensträgers nicht einwandfrei darstellen und daher erst durch einen weiteren Namen eine eindeutige Zuordnung erhalten. Hierzu gehören zum Beispiel Kim oder Rene. Es gibt jedoch auch Namen, die rein klanglich die Setzung eines zweiten Namens bedingen. Ist zum Beispiel der Nachname sehr kurz und auch der bevorzugte Vorname besteht nur aus einer Silbe, klingt es schöner, wenn zwischen die beiden kurzen Namensbestandteile ein mehrsilbiger Name geschaltet wird. Insgesamt – und dies gilt nicht nur für Doppelnamen – sollte der Nachname, den das Kind tragen wird, nie aus dem Blick verloren werden. Handelt es sich zum Beispiel um einen urdeutschen Namen wie Meyer oder Müller klingt ein Vorname wie Lennox Lewis oder Lee Anne schnell fremdartig und unschön.

Die Kombination entscheidet
Auch sollten die Namen insgesamt aufeinander abgestimmt sein und auf zu ungewöhliche Mischungen aus verschiedenen Sprachen sollte verzichtet werden. Anders sieht hier die Lage aus, wenn Mutter und Vater des Kindes tatsächlich aus verschiedenen Ländern stammen. In diesem Fall ist es nicht nur vertretbar, sondern auch schön, wenn sich die Traditionen beider Herkunftsländer in den Namen des Kindes wiederfinden. Aufpassen sollte man mit Kombinationen von zwei Modenamen, denn dies wirkt schnell abgedroschen. Die Mischung aus traditionellen und modernen Namen hat sich daher in den letzten Jahren bewährt, sodass Jan Luca, Leon Alexander oder bei den Mädchen Lilly Marie und Maya Sophie immer wieder auf den Listen mit den beliebtesten Doppelnamen auftauchen. Auch „Klassiker“, die schon seit Generationen verwendet werden, wie Anna Lena, Eva Maria und Jan Erik sind jedes Jahr auf besagten Listen vertreten. Egal ob man sich auf eine moderne Kombination oder etwas Altbewährtes einigt, man sollte jedoch auf den Bindestich zwischen den Namen verzichten. So kann das Kind später selbst entscheiden, ob es sich bei seinem vollen Namen rufen lassen oder den Doppelnamen lieber verschweigen möchte.