Drachenbaum - Pflege und Standortwahl

Der Drachenbaum ist eine exotische und dekorative Pflanze, die auch hierzulande kultiviert werden kann.


Von den Kanariern wird er "Drago" genannt. Auf den Inseln sieht man ihn überall. Dort in dem milden Inselklima wird er hunderte von Jahren alt und erreicht gelegentlich Höhen von mehr als 20 Metern. In Deutschland überlebt er aufgrund des kälteren Klimas, obwohl er gelegentlichen leichten Frost verträgt, nur als Innenpflanze.

Das Wachstum
Ein Drago wächst recht schnell. Dies ist zunächst eine erfreuliche Nachricht, doch führt sein Wachstumseifer schnell dazu, dass er nur in großen Räumen Platz findet. Nicht nur an Höhe gewinnt er rasch, auch seinen Durchmesser vergrößert er mit derselben Geschwindigkeit. Seine spitzen Blätter sind hart und können die Haut ritzen oder punktieren. Daher sollte man einen Drachenbaum in der Wachstumsphase zurückhaltend mit einem Volldünger düngen.

Der Standort
Das botanische Symbol der Kanaren ist bezüglich seines Standorts nicht wählerisch. Er verträgt alles außer Halbdunkelheit. Da er in Richtung des Lichts wächst, muss er regelmäßig gedreht werden oder einen Standort mit breitem Lichteinfall genießen, um gerade zu bleiben.

Die Bewässerung
Bezüglich der Bewässerung ist ein Drachenbaum anspruchslos. Auf keinen Fall möchte er richtig nass stehen. Darf er sich von unten mit Wasser vollsaugen, so kann er gelegentlich mehrere Wochen auf weiteres Nass verzichten. Dazu kann ein Teller mit Wasser unter das Pflanzengefäß gestellt werden. Sobald keine Luftblasen mehr aufsteigen, wird der Teller entfernt und das restliche Wasser weggeschüttet.

Die Blattpflege
Wie alle Dracenen möchte auch der Drachenbaum gelegentlich seine unteren Blätter loswerden, selbst wenn sie nicht durch Trockenheit gelb geworden sind. Dabei greift man das unterste Blatt nahe am Stamm mit einer Hand und zieht ruckartig nach unten. Ist dabei erheblicher Widerstand zu spüren, so sollte das Blatt noch am Stamm verbleiben. Lässt sich das Blatt jedoch mit einem Ruck gut entfernen, so wird darunter das weiße Stammfleisch sichtbar, das innerhalb von Tagen die hellbraune Färbung des restlichen Stamms annehmen wird.