Drahtbiegen - Kunstvolles aus Draht

Tipps und Tricks zum Drahtbiegen und die richtigen Hilfsmittel zur Herstellung von Accessoires, Dekoration und Schmuck. Drahtbiegen ist eine einfache und leicht zu erlernende Technik.


Mit nur wenigen Hilfsmitteln können beim Drahbiegen schöne Accessoires, Deko-Objekte wie zum Beispiel Fensterhänger aber auch Schmuck hergestellt werden. Alles was man dazu benötigt, ist der für das Projekt geeignete Draht und eine Biegehilfe die man entweder rasch selbst fertigt oder in Bastelgeschäften kaufen kann. Auch Flach und Rundzangen sind für manche Biegearbeiten nötig. Für einige Schmuckstücke können Perlen zum verzieren des Drahtes hübsch aussehen.

 

 

Der richtige Draht

  • Mit dem Drahtbiegen kann man verschiedenste Objekte herstellen und genauso verschieden ist die Auswahl an Draht der verwendet werden kann. Die gängigsten Materialien, die sich fürs Drahtbiegen eignen, sind Aluminiumdraht in unterschiedlichen Farben, Kupferdraht und Messingdraht sowie Silberdraht mit Kupferkern. Selbstverständlich bekommt man im Fachhandel auch echten Silber oder Golddraht zu entsprechenden Preisen.
  • Je dünner ein Draht ist, umso leichter lässt er sich beim Drahtbiegen verarbeiten und umso filigraner kann das so erstellte Objekt werden. Dicker Draht hingegen lässt sich zwar nicht so leicht biegen, verleiht den gebogenen Objekten allerdings eine gewisse Stabilität, die es ermöglichet, zum Beispiel an eine als Fensterhänger gebogene Spirale noch eine Glaskugel anzuhängen.
  • Ebenfalls im Handel erhältlich sind sogenannte Effektdrähte. Sie sind in sich schon gewellt oder gebogen und bringen so bereits eine gewisse Struktur mit, die für manche Anwendungen hübsch sein kann.

 

Biegehilfen für feste Formen

  • Wer eine bestimmte, gleichmäßige Form – zum Beispiel einen Stern – biegen möchte, verwendet am besten eine entsprechend geformte Biegehilfe. Man kann solche Biegehilfen kaufen aber auch einfach selbst herstellen. Man benötigt dazu lediglich ein Brett und einige Nägel.
  • Zuerst wird nun auf das Brett die Form aufgezeichnet, die man biegen möchte. Am einfachsten ist es, wenn die Form viele gerade Linien enthält über die der Draht gespannt werden kann. Bei einem Viereck zum Beispiel, müsste man Nägel lediglich an die Ecken des Vierecks einschlagen. Rundungen sind schwieriger zu formen. Hier benötigt man mehrere Nägel an denen man den Draht entlanglegt. Hübsch kann es aussehen, wenn man den Draht beim Spannen in einer kleinen Schlaufe um den entsprechenden Nagel herumlegt.
  • Perlen, die zum Beispiel in ein so gestaltetes Schmuckstück eingearbeitet werden sollen, müssen vorher dem Drahtbiegen auf den Draht aufgezogen werden.

 

Freie Formen

  • Mit ein wenig Geschick und zwei Zangen, kann man mit beim Drahtbiegen auch freie Formen wie zum Beispiel Spiralen herstellen. Hier hat es sich bewährt, den Draht mit einer Zange zu halten und mit einer zweiten Zange zu biegen. Gut eignen sich hierfür schmale Flachzangen mit langen Schnäbeln oder Rundzangen – manchmal auch Ösenzangen genannt.
  • Es lohnt sich, diese Technik zu üben denn mit ihr sind der Kreativität nur die Grenzen der Geschicklichkeit und des Materials gesetzt. Sehr hübsch können auf diese Weise zum Beispiel ungebohrte Steine als Kettenanhänger oder Ohrring eingefasst werden. Auch hier kann es helfen, sich die Form auszuzeichnen und ab und an hinter den Draht zu legen um Größe und Biegung zu überprüfen.