Drahtzaunbau - Anleitung

Grundstücke und Gärten lassen sich mit Metallzäunen aus Drahtelementen einfach und dauerhaft einfassen und können dabei auch sehr dekorativ sein.


Für die Einzäunung eines Grundstückes oder Gartens gibt es viele Möglichkeiten. Eine verbreitete und einfache Lösung ist der Drahtzaun, zum Beispiel aus Stabdrahtmatten oder Drahtgeflecht mit und ohne Rohrrahmen. Beim Drahtzaunbau sollte man jedoch einige Grundregeln beachten, um zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen, ganz gleich, welches Material Verwendung finden.

 

Welche Bauteile werden für den Drahtzaunbau benötigt?

Am besten startet man den Drahtzaunbau mit einer guten Planung und Vermessung des einzuzäunenden Geländes und der Festlegung der künftigen Zaunlänge und dessen Höhe sowie der Ausführungsart, Stärke und Farbgebung.
Sollte das Gelände nicht eben sein, muss man sich auch Gedanken darüber machen, wie der Zaun, zum Beispiel durch Versetzungen, dem Geländeprofil angepasst werden kann.
Drahtzäune stehen im Baumarkt und Fachhandel in vielfältiger Auswahl zur Verfügung. In der Regel sind diese Drahtmatten oder Drahtgeflechte bereits durch Feuerverzinkung und Plastbeschichtung vor Korrosion geschützt und können in verschiedenen Größen, Ausführungen und Farben erworben werden. Passend zur Ausführung bieten die Baumärkte auch Zaunpfähle und Zubehör an, welches für die spätere Montage der Matten oder Flechtfelder benötigt wird. Gebraucht werden weiterhin auch etliche Kleinteile, wie Abschlusskappen für die Zaunpfähle, Befestigungselemente für die Stabmatten, oder Spanndraht, Bindedraht und Spannschlösser bei der Verwendung von Maschendraht. Während Rohrflechtfelder und Stabmatten als Einzelelemente in verschiedenen Abmessungen erhältlich sind, wird Maschendrahtgeflecht in der Regel in Rollen von 25 Meter Länge geliefert. Wichtig für eine gute Stabilität des künftigen Drahtzaunes sind noch eine ausreichende Einplanung von Diagonalstreben und eine feste Verankerung der Zaunpfähle im Boden, die man zum Beispiel mittels Einbetonieren im Boden oder der Verwendung von Einschlaghülsen erreichen kann.

Was ist beim Drahtzaunbau zu beachten?

Nachdem alle Materialien besorgt sind, kann mit dem Drahtzaunbau begonnen werden. Empfehlenswert ist das Anbringen einer straff gespannten Richtschnur entlang jeder geplanten Zaunreihe, an der man in einem Abstand von maximal 2,5 Meter Markierungen für die künftigen Zaunpfähle anbringt. Je nachdem, ob man die Zaunpfähle durch Einschlagbodenhülsen befestigt oder im Boden einbetoniert, muss die Länge der Zaunpfähle bemessen sein. Beim Einbetonieren der Pfähle im Erdreich ist eine Mindesttiefe von 50 Zentimeter erforderlich, bei höheren Zäunen auch tiefer. Ein Erdbohrgerät, das man sich vielleicht in einem Baumarkt ausleihen kann, leistet hier gute Dienste, weil die Verdichtung des umgebenden Erdreiches weitgehend erhalten bleibt, und viel Zeit bei den Erdarbeiten eingespart wird. Wer das nicht kann, muss eben mit Schaufel und Spaten entsprechende Erdlöcher graben, und das umgebende Erdreich abschließend wieder gut verdichten. Die Diagonalstreben sind analog zu den Pfählen einzubauen, zwingend notwendig an den Ecken, aber auch in der Reihe in einem Abstand von mindestens 25 Meter. Damit der künftige Zaun auch optisch ein gutes Bild macht, ist hier ein sehr exaktes Arbeiten notwendig, damit alle Pfähle genau in der Flucht stehen. Stimmen die Zwischenabstände, ist das Anbringen und Befestigen der Stabmatten oder Rohrrahmenflechtfelder ein Kinderspiel, etwas komplizierter wird der Drahtzaunbau bei der Montage des Maschendrahtgeflechtes. Dazu sind für die spätere Befestigung des Maschendrahtes zuerst in verschiedenen Höhen Spanndrähte zwischen den Eckpfosten zu ziehen, in den Cliphaltern der Zaunpfähle einzurasten, und mit den Spannschlössern straff zu spannen. Nun rollt man abschnittsweise den Maschendraht entlang der Spanndrähte aus und befestigt diesen mit Hilfe von speziellen Krampen oder Bindedraht an den Spanndrähten, wobei ein Drahtspanneisen, das man durch das Drahtgeflecht fädelt, sehr hilfreich ist. Damit sich das Drahtgeflecht später nicht wieder lockert, muss dieses auch an den Eckpfeilern gut angebunden werden. Zum Schluss müssen nur noch die Schutzkappen auf die Zaunpfähle aufgesetzt werden, und der Drahtzaunbau ist erfolgreich beendet.