Dreadlocks - nichts für Unentschlossene

Frisurberatung: Die Dreadlocks verköpern bei manchen Trägern die Verbundenheit mit ihrem Gott ,,Jah\" und der Natur.


Dreadlocks sind nach wie vor eine sehr spezielle Form, das eigene Haupthaar zu stylen. Auch wenn viele Stars wie Whoopi Goldberg und Busta Rhymes zumindest vorübergehend mit Dreads gesichtet werden, eignen sie sich kaum für einen Frisurentrend. Die Herstellung ist aufwendig und ein nie endender Prozess. Bei unsachgemäßer Pflege droht Schimmel und wer seine Dreads nicht mehr leiden mag, kommt um eine Kurzhaarfrisur nicht herum. Warum entschließt sich so mancher dennoch dazu, seine Haare dauerhaft zu verfilzen und woher stammt diese Technik? Frisurberatung: Zu wem passen die Dreadlooks?

Ursprung der Dreadlocks
Viele sehen den Ursprung in der Religion der schwarzen Rastafaris aus Jamaika, mit Bob Marley als prominentestem Vertreter. Die Dreadlocks dienen hier dem Ausdruck der Verbundenheit mit ihrem Gott „Jah“ und der Natur. Da den Rastafaris pauschal Cannabis-Konsum unterstellt wird, fällt dieser Vorwurf auf alle Dread-Träger zurück, was in beiden Fällen gänzlich ungerechtfertigt sein kann. Das Tragen von Dreads ist jedoch nicht nur auf die Rastafari-Kultur beschränkt, auch Indianer-Stämme, die australischen Aborigines und ägyptische Pharaonen kennen die Filzlocken.

Dreads sind ein offenes Bekenntnis zur Andersartigkeit
Trotz der offensichtlich weiten Verbreitung werden die Träger von Dreadlocks immer noch mit dem Vorurteil der mangelnden Hygiene konfrontiert, da bewusst verfilzte Haare dem gängigen Schönheitsideal definitiv widersprechen. Diese Skepsis nutzen vor allem Jugendliche, um mit ihrer Frisur gegen gesellschaftliche Vorgaben zu rebellieren. Doch auch diejenigen, die keinen Wert auf die Provokation Dritter legen, drücken mit ihren Dreads meist eine bewusste Lebenseinstellung aus. Verbreitet ist dieses Haarstyling vor allem in der Reggae-, Goa- und Hip- Hop- Szene, aber auch im linken Milieu und unter naturbewusst Lebenden finden sich viele Dread-Träger.

Frisurberatung: Passen Dreads zu mir?
Auch sollte berücksichtigt werden, inwiefern diese polarisierende Frisur zum eigenen Outfit und Auftreten passt. Ein ohnehin originelles Styling wird durch Dreadlocks vermutlich aufgewertet, während das Tragen eines Anzuges oder Kostüms mit verfilztem Haar auf viele plötzlich weniger seriös wirken wird. Wer sich also zu Dreadlocks entschließt, wird vor allem auf Ältere einen ganz anderen Eindruck machen, der tendenziell negativ ausfällt. „Dreadlocks“ bedeutet übersetzt „Furchtlocken“, was ihrer Wirkung häufig entspricht. Einst richtete sich diese Bezeichnung gegen die Rastafaris, denen man neben dem Drogenkonsum auch Kriminalität vorwarf, die Skepsis hält bis heute an.

Die Entscheidung zu Dreadlocks sollte wohl bedacht sein
Wer sich zum Tragen von Dreadlocks entschließt, wird sich also mit allerlei Vorurteilen und Anfeindungen konfrontiert sehen und sollte daher eine gefestigte Persönlichkeit besitzen, um diesen unumkehrbaren Schritt nicht bereuen zu müssen. Je nachdem, wie eng an der Kopfhaut nachverfilzt wird, muss beim Entfernen der Dreads schließlich sämtliches verfilztes Haar bis auf wenige Millimeter oder Zentimeter abgeschnitten werden. In die Entscheidungsfindung sollte dieser Umstand ebenso einfließen, wie die Tatsache, dass es sich um nur eine bedingt pflegeleichte Frisur handelt, die regelmäßig nachgebessert werden muss und besonderer Pflege bedarf, um die Hygiene zu gewährleisten und das Abbrechen der Dreads zu verhindern.

Unverwüstliche und individuelle Frisur
Dreadlocks ermöglichen also ein garantiert originelles Haarstyling, dessen Herstellung und Pflege lediglich ein wenig Sachkenntnis erfordert. Zudem werden sie erst im Laufe der Zeit gleichmäßig und somit ansehnlich. Darüber hinaus sind die gesellschaftlich noch nicht völlig anerkannt, weswegen man gegen Kritik gewappnet sein sollte. Wer darüber aber hinwegsieht, kann die Vorzüge einer individuellen Frisur genießen, die bei jedem Wind und Wetter sitzt.