Drehschwindel - Ursachen und Behandlungstipps

In der Regel verschwindet ein gutartiger Drehschwindel innerhalb weniger Tage bis hin zu wenigen Wochen von selbst, mit effektiven Übungen kann der Verlauf sogar verringert werden


Bei den Übungen gilt, diese sind nur für einen gutartigen Drehschwindel, vorher sollte die Ursache durch einen Arzt abgeklärt werden. Unter dem gelegentlichen auftretenden Schwindel leiden Millionen Personen in Deutschland, gerade bei älteren Personen treten diese Symptome sehr häufig auf. Der Schwindel ist ein Symptom, welches bei unterschiedlichen Krankheiten auftreten kann, es ist allerdings keine selbstständige Krankheit. Als erstes sollte die Ursache gefunden werden, gibt es keine ernste Grunderkrankung, so kann man den Schwindel mit einfachen Übungen verbessern. Besonders gilt dies für die häufig auftretende Schwindelform mit der Bezeichnung Lagerungsschwindel, welche sich meist durch Drehschwindel äußert.

Drehschwindel – Übung im Liegen
Ein Kissen wird auf Höhe der Schultern in das Bett gelegt, dann setzt man sich in dem Bett auf. Der Kopf wird um 45 Grad nach rechts gedreht und man lässt sich zügig zurück fallen, wobei man auf dem Rücken liegt und der Kopf dabei gedreht bleibt. Auf dem Kissen sollten die Schultern liegen, wobei der Kopf leicht nach hinten fällt, in dieser Position verbleibt man für ungefähr 30 Sekunden. Ohne dass der Kopf angehoben wird, wird er nun nach links gedreht und man verbleibt ebenfalls 30 Sekunden in dieser Position. Einschließlich des Kopfs rollt man nun den gesamten Kopf auf die Seite und verbleibt wieder für circa 30 Sekunden in der Position. Aus dieser Position wird sich wieder aufgesetzt und im Gesamten wird die Übung täglich drei bis fünfmal wiederholt, wobei die Übung auch für die linke Seite durchgeführt werden kann.

Drehschwindel – Übung im Sitzen
Man setzt sich aufrecht auf die Kante des Bettes und hält den Kopf gerade. Zunächst werden die Augen mehrmals langsam nach unten, oben, nach links und nach rechts bewegt, anschließend folgen schnellere Bewegungen. Der Kopf wird dann mehrmals nach links und rechts in Richtung Schulter geneigt, dies auch zunächst langsam und dann schneller. Im Anschluss wird der Kopf mehrmals nach hinten und vorne geneigt, auch erst langsam und dann schneller. Der Kopf wird mehrmals nach rechts und links gedreht, wie wenn man etwas verneint, auch dies erst langsam und schneller werdend. Jetzt wird der gesamte Oberkörper mehrmals schräg nach vorne und wieder zurück, jeweils abwechselnd zum rechten und linken Oberschenkel gebeugt. Auch diese Übung kann jeden Tag drei bis fünfmal wiederholt werden.