Drehteile - Verwendung und Prinzip

Maschinenelemente zur Weiterleitung von Drehmomenten und allgemeine Erzeugnisse einer Drehbank werden Drehteile genannt.


Von „Drehen“ spricht man bei der Bearbeitung von Metall und von „Drechseln“ bei der Bearbeitung von Holz. Gemeint sind zerspanende Fertigungsverfahren. Diese Technologien zur Herstellung von Drehteilen sind bereits sehr alt, sie existiert faktisch seit der Erfindung des Rades. Mittlerweile können verschiedene Materialien aller Arten gedreht werden.

Vorgang und Schnittdaten

  • Auf einer Seite werden Teile ins sogenannte Drehbankfutter eingespannt und auf der anderen Seite bearbeitet. Mit einem Werkzeug aus härterem beziehungsweise beständigerem Material werden die Drehkräfte ausgenutzt und das Werkstück geformt, zerspant oder geschliffen. Drehteile können auch Bohrungen, Flächen, Nuten oder ähnliches haben. Doch Vorsicht: Beim Zerspanen können die Späne sehr heiß werden und Brände auslösen.
  • Auf modernen Maschinen werden die Drehstücke auf bis zu 10.000 Umdrehungen pro Minute beschleunigt. Je nach Materialart und -dicke werden dann das Werkzeug und die Drehgeschwindigkeiten gewählt. Dabei kommt es auf die Schnittdaten an. Das Material des zu bearbeitenden Stoffes, die Materialdicke und Material des Werkzeugs ergeben die Eckwerte.

Vorbereitung und Einsatzgebiete der Drehteile

  • Die Einsatzgebiete von Drehteilen sind mannigfaltig und zum Teil sehr verschieden. So können sie zur Zierde zum Beispiel als Lampenständer Verwendung finden, oder als Achsen, Wellen oder Vorhangschine. Drehteile gehören in der Maschinenlehre auch zu den Übertragungselementen.
  • An einem Operationsplan und einem technischen Entwurf kommt man bei der Herstellung kaum vorbei. Die Teile können beliebig kompliziert und groß sein, und bedürfen bei der Herstellung verschiedener Werkzeuge und Schnittdaten. Gezeichnet wird ein Drehteil stets in Drehrichtung, also horizontal liegend. Drehteile für Maschinen müssen sehr genau sein. Oft kommt es auf Mikrometer an. Weitere Kriterien sind Rundheit, Konzentrizität, Zylindrizität und Ähnliches.

Vollcomputerisierte Herstellung

  • Was früher ausschließlich von Hand getätigt wurde, wird heute oft auch dem Computer überlassen. Eine Skizze im Vorfeld entworfener Programmbauteile können an Bildschirmen zum gewünschten Resultat simuliert werden, bevor das Programm abläuft. CNC-Programmierung wird das genannt.
  • Schrittmotoren bewegen das Werkstück und die Werkzeuge punktgenau. Solche Geräte können von der Werkzeug- und Werkstückkontrolle, vom Rohmaterial bis zum fertigen Endprodukt fast jeden Arbeitsschritt übernehmen. Ruckzuck kann so ein Drehteil in Serie produziert werden.