Dresdner Semperoper - traditionsreiches Opernhaus

Trotz ihrer bewegten Geschichte gilt die Dresdner Semperoper auch heute noch als eine der besten und schönsten Musiktheaterbühnen Deutschlands.


Die malerisch zwischen Zwinger und Elbe gelegene Dresdner Semperoper kann mit Recht als eine der bekanntesten Opernbühnen der Welt gelten. Neben vielen berühmten Komponisten und Dirigenten hat das Haus mehrere Uraufführungen der frühen Opern Richard Wagners gesehen, darunter „Der fliegende Holländer“ und der „Tannhäuser“. Ein weiterer Komponist von Weltrang, der einige seiner Opern in Dresden und nicht in seiner Heimat Wien uraufführte, ist Richard Strauss.
Die Dresdner Semperoper blickt aber nicht nur auf eine musikgeschichtlich bewegte Historie zurück, sondern wurde von den Zeitläufen immer wieder auf die Probe gestellt. Trotzdem gilt sie heute als vielleicht schönstes Opernhaus Deutschlands.

Die drei Opernhäuser
Die erste Dresdner Semperoper wurde zwischen 1838 und 1841 unter Leitung des berühmten Architekten Johann Gottfried Semper errichtet, von dem sie bis heute ihren Namen ableitet. Nach einem verheerenden Brand im Jahre 1869 wurde umgehend der Wiederaufbau in Angriff genommen. Obwohl Semper wegen seiner Verwicklungen in die Aufstände von 1848 nicht nach Sachsen einreisen durfte, übernahm er auf Bitten der Dresdner Bevölkerung aus dem Ausland die Planung für den neuen Bau, der von seinem ältesten Sohn nach dessen Plänen ausgeführt wurde. Im zweiten Weltkrieg wurde die Semperoper während der verheerenden Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 ein zweites Mal zerstört.
Der Wiederaufbau begann 1977 unter der Leitung von Wolfgang Hänsch und wurde abgesehen von kleinen Änderungen im Innenraum, die dem modernen Opernbetrieb geschuldet sind, getreu nach den alten Plänen ausgeführt. 1985 konnte die Semperoper nach fast zehn Jahren Bauzeit mit Carl Maria von Webers Der Freischütz wieder eröffnet werden.

Die Dresdner Semperoper heute
Dank zahlreicher Sponsoren kann die Semperoper heute wieder in altem Glanz strahlen und wartet mit 1.300 Sitzplätzen auf. Neben einem klassischen Repertoire werden in jeder Spielzeit mehrere Neuinszenierungen in Angriff genommen. Karten für die Aufführungen können zentral über die Theaterkasse des Opernhauses und über das Internet bezogen werden. Die Preise für den Besuch einer Vorstellung und rangieren je nach Platz und Vorstellung ungefähr zwischen 18 und 200 Euro. Zudem kann die Dresdner Semperoper auch außerhalb der Vorstellungen in Form öffentlicher Führungen besichtigt werden.