Dresscode für den Mann: Business-Bekleidung

Auf dem geschäftlichen Parkett ist nur Business-Bekleidung wie Anzug und Krawatte erlaubt? Fehlanzeige, denn es darf auch manchmal etwas lockerer sein.


Bereits der Rhetoriklehrer Quintilian wusste, dass Kleider Leute machen. Nirgends gilt der Satz „Vestis virum reddit“ so sehr wie im Berufsleben. Image ist alles, gerade wenn es um Kundengespräche, interne Meetings oder Auftritte im Ausland geht.
Generell gilt, je internationaler und größer die Firma, desto konservativer und seriöser die Kleidung, mit der Position wird auch die Kleidung offizieller und dunkler. Doch es gibt Abweichungen, die je nach Anlass verschiedene Business-Bekleidung für den Mann vorschreiben.

Business-Bekleidung: Die verschiedenen Anlässe

  • Business Attire: Business Attire, oder auch Day Informal genannt, kommt zur Anwendung, wenn der Tag außerhalb des Büros verbracht wird, beispielsweise auf einer Geschäftsreise. Hierbei ist ein Anzug in gedeckten Farben Pflicht, dieser kann entweder dunkelblau, grau, anthrazit oder abends auch schwarz sein. Dazu wird ein helles Hemd und eine dunkle Krawatte getragen. Schlichte Manschettenknöpfe sind eine schicke Möglichkeit, Akzente zu setzen.
  • Business-Bekleidung (entweder hochoffiziell oder offiziell): Arbeiten Sie in einer leitenden Position, oder geht es auf eine wichtige Businessveranstaltung, ist ein dreiteiliger Anzug mit Weste, Hemd und Krawatte angemessen. Mittlere und hohe Führungspositionen verlangen einen Zweiteiler, der auch in braun, cognac oder grau erlaubt ist. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass Gürtel und Schuhe auf die Farbe des Anzugs abgestimmt sind.

Vorsicht bei Auflockerungen

  • Business Casual: Findet man die Vorgabe „Business Casual“, bedeutet das nicht Freizeitkleidung, sondern eine etwas gelockerte Form der normalen Bürokleidung. Wer sich „business casual“ kleidet, ist auf einem sogenannten Casual Friday, aber auch einem Brunch, Meeting oder einer Geschäftsreise (Freizeitaktivitäten) richtig angezogen. Das Outfit ist dreiteilig, besteht aus einer Baumwoll- oder Cordhose, einem Hemd oder Poloshirt und einem Jackett. Offene Schuhe und Shorts sind tabu, die Frauen tragen ebenfalls eine Baumwollhose, einen dezenten Pullover und einen Blazer. Egal wie teuer die Turnschuhe auch waren, Sneakers gehören in den Freizeitbereich und nicht in ein Büro. Auch „Smart Casual“ ist etwas lockerer, so darf hier die Krawatte abgelegt werden, statt der glatten, geschlossenen Lederschuhe dürfen Halbschuhe getragen werden.
  • Come as you are: Das After-Work-Outfit wird oft als „come as you are“ beschrieben, der Anzug bleibt an, aber die Krawatte darf abgelegt werden, auch hochgekrempelte Ärmel sind ok. Wenn man jedoch von zuhause kommt, sollte man nicht in Jeans und T-Shirt kommen, sondern in leichter Flanellhose und einem unifarbenen Hemd. 
  • Dresscode-Dont's: Auch für Männer gibt es ungeschriebene Dresscode-Dont's, die den Träger wenig seriös erscheinen lassen. Dazu gehören unter anderem bunt gemusterte Socken und Krawatten oder Exemplare mit Comicmotiv. Tennissocken, abgelaufene Schuhsohlen und übermäßig beringte Finger gehören in dieselbe Kategorie. Der größte Fauxpas offenbart sich aber erst im Sitzen. Die Socken müssen so lang sein, dass das Bein nicht zu sehen ist.