Drogensucht Informationen für Betroffene

Drogensucht ist eine Sucht, die durch die Abhängigkeit von bestimmten Substanzen entsteht. Betroffene Menschen verlieren dadurch die Verbindung zur Realität.


Jeder, der ein Suchtmittel einsetzt um sich Entspannung zu verschaffen, läuft Gefahr drogensüchtig zu werden, denn die Fähigkeit sich mit den normalen Lebenssituationen auseinander zu setzen wird dabei verloren. Die Drogen beeinflussen Stimmungen und Gefühle, haben Einfluss auf die Denkabläufe, die Wahrnehmung, die Auffassung und das Gedächtnis. Die Persönlichkeit verändert sich so stark, dass der Süchtige sozial isoliert wird.

Folgen
Allgemeine Folgen von Drogensucht sind dabei unabhängig von den jeweils konsumierten Stoffen. Betroffene können die Sucht oft nicht legal finanzieren, weswegen sie kriminell werden. Häufigen Missbrauch entschuldigen sie durch die Probleme, denen sie ausweichen wollen. Die Drogen beherschen Betroffene am Ende so stark, dass sie sich ohne die Droge leer und unzufrieden fühlen. Sie kriegen Panikzustände, Angst, Schlaflosigkeit und depressive Verstimmungen. Die Drogensucht verheimlichen sie sehr oft vor den Partnern und vor der Familie, deswegen isolieren sie sich oft. Das Leben dreht sich nur noch darum, die Sucht zu finanzieren.

Drogentherapie als Lösung
Drogentherapie hat nur ein Ziel: den Organismus vom Suchtmittel zu entwöhnen mittels des Entzugs. Die psychische Entwöhnung dauert sehr lange und kann sich über Jahre oder Monate ziehen. Die psychischen Entzugssymptomen sind Unruhe, depressive Verstimmungen und Suizidgedanken. Der körperliche Drogenentzug ist daher eine gesundheitlich riskante Situation. Deswegen wird er meistens stationär – im Krankenhaus oder in speziellen Entzugskliniken – durchgeführt. Dort bekommt der Drogenabhängige fachliche Unterstützung und wird von der schädlichen Umgebung entfernt. Experten nennen dies die qualifizierte Entgiftung. Beim Entzug ist der Wille des Betroffenen, es zuschaffen, die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme. Im Rahmen des körperlichen Drogenentzugs kommt es zu einer Entgiftung des Organismus. Schon in ein paar Stunden nach der letzten Drogendosis kommt es dadurch zum Beispiel zu kräftigen Schweißausbrüchen, Zittern, Brechreiz, Magenkrämpfen, Herzrasen und Kreislaufproblemen. Manchmal kommt es sogar zu einer lebensbedrohlichen Situation, mit schweren Krampfanfällen, inklusive akuten Geistesstörungen. Diese körperlichen Entzugssymptome haben in der Zeit von 24 bis 48 Stunden nach der letzten Drogendosis ihren Höhepunkt.