Drogistin: das Berufsbild

Der Ausbildungsberuf Drogistin beschäftigt sich mit der Kundenberatung in den Bereichen Gesundheit und Schönheit.


Der Ausbildungsberuf zur Drogistin ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz gesetzlich anerkannt und geregelt. In erster Linie liegen die Aufgaben im Bereich der Einkaufsabwicklung, der Lagerung und des Verkaufs von Waren in Drogerien oder Drogerieketten. Zu diesen Waren zählen meist rezeptfreie Arzneimittel, Kräuter, Parfümerieerzeugnisse, Kosmetika sowie verschiedene Haushaltswaren und Fotoartikel.
Die persönliche Beratung von Kunden ist in diesem Beruf besonders wichtig. Über sachgerechte Anwendung und Wirkungsweise der einzelnen Produkte als auch deren Vor- und Nachteile muss eine Drogistin bestens Bescheid wissen. Speziell beim Verkauf von Chemikalien und anderen gefährlichen Substanzen ist Fachkenntnis erforderlich. Da man auch für die Lagerung der Waren zuständig ist muss man im Bezug auf die Lagervorschriften der einzelnen Produkte bestens informiert sein und die gesetzlichen Vorschriften einhalten. Mitunter werden auch Drogeriewaren wie Kräuter- und Teemischungen und Kosmetika selbst hergestellt. In Drogeriefachgeschäften ist man sowohl für die anfallenden kaufmännischen Arbeiten als auch für Regalbetreuung und Gestaltung des Verkaufsraums zuständig.

Berufliche Anforderungen
Die Voraussetzung für eine Fachausbildung ist der Realschulabschluss. Ein grundlegendes Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie und Chemie sollte außerdem vorhanden sein. Der intensive Kundenkontakt erfordert eine hohe soziale Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit und Kontaktfreude. Zu weiteren persönlichen Anforderungen zählen Hygienebewusstsein, Freundlichkeit und ein gepflegtes Erscheinungsbild.

Ausbildung
Die Ausbildung zur Drogistin dauert drei Jahre und umfasst einen kaufmännischen wie einen fachspezifischen Teil. Diese Fachausbildung vermittelt das erforderliche Know-How bezüglich Medikamente, Pflanzen und Kräuter, Anatomie des menschlichen Körpers, Kosmetikprodukte und Umgang mit verschiedenen Gefahrenstoffen.
Die Abschlussprüfung wird vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer abgelegt. Außerdem ist nach dem zweiten Ausbildungsjahr eine Zwischenprüfung abzulegen. Fach- und Berufsschulen findet man in allen größeren Städten Deutschlands.

Weiterbildung
Zur Weiterbildung werden zahlreiche Kurse und Seminare angeboten. Spezialisierungen in den Bereichen Kosmetik, Foto, Reformkost, Fußpflege und EDV sind möglich. Auch eine Umschulung zur Visagistin oder Kosmetikerin bietet sich an.

Beschäftigungsmöglichkeiten
Drogistinnen finden sowohl in Klein- und Mittelbetrieben des Drogerie-Einzelhandels als auch in großen Drogerieketten Beschäftigung. Die Situation am Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren aufgrund deutlich gestiegener Ausbildungsverhältnisse zwar etwas verschlechtert wird aber langfristig als gut angeschätzt. Vor allem in größeren Betrieben bieten sich Chance zum beruflichen Aufstieg zur Filialleiterin, Abteilungsleiterin oder Geschäftsführerin. Natürlich besteht auch die Möglichkeit als selbständige Drogistin tätig zu sein.