Druckbleistifte - Geschichte und Eigenschaften

Druckbleistifte - Alles was Sie über Ihr richtiges Zeichenwerkzeug wissen sollten können Sie hier nachlesen


Auf dem Frack der HMS Pandora, einer englischen Kriegsfregatte, wurde 1791 das frühste erhaltene Exemplar eines Druckbleistifts gefunden. Im Jahr 1822 erhielten Sampson Mordan und John Isaac Hawkins in Großbritannien das erste Patent auf einen nachfüllbaren Bleistift. Zwischen 1822 und 1874 wurden daraufhin mehr als 160 weitere Patente auf zahlreiche Weiterentwicklungen der Druckbleistifte vergeben und 1895 wurde der erste Drehmechanismus entwickelt. 1915 brachte der Japaner Tokuji Hayakawa einen Feinminenstift mit dem Name „Sharp“ auf den Markt. Dieser Name wurde von Charles Rood Keeran, einem amerikanischen Entwickler, aufgegriffen, der den unmittelbaren Vorläufer des heute am weitesten verbreiteten Druckbleistifts (mit Klemmzange) veröffentlichte. Dieser wurde ab 1915 unter dem Namen „Eversharp“ vertrieben.

Die Mine macht‘s
Die heute gebräuchlichen Formen der Druckbleistifte unterscheiden sich weniger in ihrem Aussehen als an ihren Minen. Es gibt den Feinminenstift und den Fallminenstift. Beide halten ihre Mine im inneren in einer Führung mit einer Klemmzange fest. Drückt man am Ende des Stifts auf den bei beiden Formen vorhandenen Druckknopf, so wird die Mine des Feinminenstifts einige Millimeter vorgeschoben. Beim Fallminenstift fällt die Mine aus der Führung, sofern man den Druckknopf nicht rechtzeitig loslässt. Im Mantel der Druckbleistifte können Minen gelagert werden. Je nach Verwendungsart werden Minen mit einer Stärke von 0,2 mm bis 1,8 mm verwendet.
Die Führung kann starr oder gefedert gelagert sein, je nach Einsatz um technischen oder künstlerischem Bereich.

Worauf man achten sollte
Für den alltäglichen Gebrauch empfiehlt es sich keine zu dünnen Minen zu kaufen. Durch zu starkes Aufdrücken durch den Benutzer oder durch hinfallen brechen dünne Minen schnell. Minen mit 0,7 mm Stärke sind in der Regel ein guter Kompromiss. Heutzutage sind Feinminenstifte verbreiteter, aber in einigen technisch oder künstlerisch orientierten Berufsbereichen werden nach wie vor Fallminenstifte bevorzugt. Mit ihnen kann eine höhere Strichstärkengenauigkeit erreicht werden, da die Minen angespitzt werden müssen und in verschiedenen Härtegraden (von sehr hart 9H, über mittelhart HB, bis sehr weich 6B). Der Härtegrad entscheidet, wie markant eine Linie oder ein Strich wirkt. Für Menschen die viel und lange mit Druckbleistiften arbeiten empfiehlt es sich ergonomisch geformte Stifte zu benutzen, die angenehm in der Hand liegen