Druckluftmotor: Funktion und Aufbau

Eine leichte Bauart und dennoch robust und wartungsarm – der Lamellenmotor ist die am häufigsten eingesetzte Bauart des Druckluftmotors.


Es gibt viele mögliche Antriebe, doch der Lamellenmotor ist mit Abstand die beliebteste und wirkungsvollste Art des Druckluftmotors. Im Vergleich zu einem gleich starken Elektromotor ist der Lamellenmotor viel kleiner und weist ein deutlich geringeres Gewicht auf. Dennoch verfügt er über eine enorm hohe Leistungsdichte und ist erstaunlich robust und verspricht eine lange Lebensdauer. Außerdem ist der Aufbau kinderleicht und nur wenige Elemente werden für den Zusammenbau benötigt. Regeln lässt sich der Lamellenmotor über einen weiten Drehzahlbereich und bringt sein größtes Drehmoment beim Anlauf. Wird der Motor überlastet, so entsteht jedoch kein Schaden, da der Motor nicht heiß laufen kann. Besonders vorteilhaft ist die Montage vom Druckluftmotor, da diese in jeder Lage laufen und das Verlegen der Leitungen schnell erledigt ist.

Wenige Komponenten sind für den Basisaufbau eines Lamellendruckluftmotors nötig

  • Zylinderscheibe, Rotor, Lamelle, Zylinder und Zylinder-Endplatte sind die wesentlichen Aufbaukomponenten eines Lamellenmotors. Zylinder und Zylinder-Endplatte bilden eine Kammer in der sich ein genuteter Rotor dreht. Der Rotor ist exzentrisch angeordnet und sein Durchmesser ist kleiner als der des Zylinders. Dadurch entsteht eine halbmondförmige Kammer.
  • Die Zylinderkammern werden durch die in den Rotornuten frei beweglichen Lamellen in verschieden große Arbeitsräume geteilt. Aus dem Zusammenspiel von Druckluft und Fliehkraft werden die Lamellen gegen die Zylinderwandung gepresst und einzelne Arbeitsräume werden somit abgedichtet.

Die verschiedenen Drehzahlen tragen viel zu der Funktionsweise bei

  • Das Abdichten der einzelnen Kammern ist sehr wichtig und bereits beim Anfahren notwendig. Motoren mit niedrigen Drehzahlen werden häufig und für viele Zwecke benötigt. Zum Erreichen der benötigten Drehzahl werden Planetengetriebe oder, bei größeren Motoren, Stirnradgetriebe verwendet. Die Planetengetriebe sind nach dem Baukastenprinzip konstruiert und sind pro Baugröße untereinander kombinierbar. Somit wird ermöglicht, dass verschiedene Drehzahlen für eine Motorgröße erreicht werden können.
  • Die Leistung eines Druckluftmotors ist abhängig vom Fließdruck. Ist der Einlassdruck konstant, verläuft das Drehzahlverhältnis linear. Die Leistung des Motors ändert sich durch Regelung der Zuluft. Charakteristisch für einen Druckluftmotor ist die Arbeit über den gesamten Bereich der Drehmomentkurve. Die Drehmomentkurve reicht von der Leerlaufdrehzahl bis hin zum Stillstand. Dennoch treten keine Motorschäden aus diesem Grund auf.