Druckzylinder: Prinzip und Verwendung

Während in den Anfängen des Buchdrucks flächenförmige Druckkörper üblich waren, wird heutzutage fast alles über Druckzylinder gedruckt.


Ein Druckzylinder ist ein Zylinder der auf seinem Mantel über Druckplatten verfügt und somit durch Abrollen auf der zu bedruckbaren Fläche, diese bedruckt. Es gäbe auch noch die Möglichkeit anstatt mit einem Zylinder, mit einem flachen Druckkörper zu drucken. Da hierfür aber ein sehr hoher Druck nötig ist wird dieses Verfahren nur für relativ kleine Flächen (bis maximal DIN A3) verwendet. Ein typisches Beispiel hierfür ist ein Namensstempel. Man unterscheidet zwischen Hochdruck (die Bildstellen der Druckform sind höher als der Rest), Flachdruck (hierbei lieben die Druckstellen und der Rest auf einer Ebene – Offsetdruck ist ein typisches Beispiel), Tiefdruck (hierbei liegen die Nichtbildstellen höher als die Bildstellen) und Durchdruck (die Druckform besteht aus der Schablone die teilweise farbdurchlässig ist und somit nur an manchen Stellen Farbe aufträgt).

 

 

Beim Drucken gibt es folgende Möglichkeiten

  • Zylinder gegen Fläche: Während die Druckform eine Fläche ist, ist der Druckkörper ein Zylinder. Dadurch ist die Druckstelle nur ein schmaler Streifen. Da im Normalfall nur in eine Richtung gedruckt wird muss immer zur Ausgangsposition zurückgekehrt werden, Endlosdruck ist somit nicht möglich.
  • Zylinder gegen Zylinder: dies wird Rotationsdruck genannt und bedeutet, dass nicht nur Druckzylinder sondern auch das zu bedruckende Material zylindrisch sind.
  • Direkter Rotationsdruck: Hierbei wird das Druckbild direkt von der Druckform auf den zu bedruckenden Gegenstand, welcher zwischen den beiden durchgleitet, gedruckt.
  • Indirekter Rotationsdruck: Hierbei wird das Druckbild vorerst auf einen Druckzylinder, der mit einem Gummituch bespannt ist, gedruckt und erst anschließend überträgt das Gummituch das Bild auf das Material, indem es zwischen zwei Zylindern hindurchgleitet.

 

Funktionsweise

  • Moderne Druckmaschinen, die im Offset- oder Tiefdruck arbeiten, tragen die Druckfarbe von einem Druckzylinder auf den zu bedruckenden Gegenstand auf. Dies wird beim Bahnendruck zum Beispiel beim Rollenoffset oder Rotationstiefdruck verwendet. Bei diesem Verfahren können Geschwindigkeiten von bis zu 900 Metern pro Minute erreicht werden. Auch wenn Druckmaschinen, die im Bogendruck arbeiten, im Normalfall etwas langsamer sind, können diese jedoch auch Kunststoff, Karton oder auch Blech bedrucken.
  • Seit den 1950ern haben technische Fortschritte in Fotografie und Elektronik die Herstellung von Druckplatten stark beeinflusst. Mit Computern läßt sich der Reproduktionsprozess so beschleunigen, dass Druckbilder innerhalb kürzester Zeit sofort auf Druckplatten übertragen werden können.