Düfte: Verbindung aus Herz und Verstand

Düfte und Parfum gehören zu unserem Leben wie das Atmen oder das Essen. In Form von Pheromonen unterstützen sie uns sogar bei der Partnerwahl.


Der Geruch eines neuen Duschbads auf der Haut, der Frühlingswind, der den Duft einer wildblühenden Wiese herüberträgt oder ein frischgebackenes Brot: Düfte kommen in vielfältigen Ausprägungen vor. Es gibt angenehme und weniger schöne Gerüche. Das Aroma frisch aufgebrühten Kaffees zum Beispiel oder der Geruch der Blätterseiten eines neuen Buches gehören zu den Highlights im Duftkarussell. Schweiß, tierische Exkremente oder ungewaschene Kleidung hingegen ruft nur Naserümpfen hervor.

Pheromone und Parfüm
Pheromone sind Sexuallockstoffe, die eine chemische Kommunikation zwischen Lebewesen ermöglicht. Der Sinn eines Parfüms ist denen von Pheromonen nicht unähnlich. Man möchte seine eigene Duftnote setzen, um sich aus der großen Masse herauszuheben. Das ideale Parfum unterstreicht die Persönlichkeit des Trägers auf harmonische Art und Weise. Doch Vorsicht, der Lieblingsduft Ihrer besten Freundin kann bei Ihnen selbst ganz anders riechen, denn dasselbe Parfüm kann sich auf der Haut zweier Menschen ganz unterschiedlich entwickeln. Damit es auch voll zur Geltung kommt, sollte es immer auf gut durchbluteten Stellen wie den Handpulsen oder hinter den Ohren aufgetragen werden.

Duftnoten setzen
Wenn man einen Duft auf die Haut aufträgt, entfalten sich seine verborgenen Qualitäten nicht sofort, vielmehr handelt es sich um einen langen Prozess, in dem unterschiedliche Duftnuancen hervortreten. In den ersten Minuten nach dem Auftragen auf die Haut ist die sogenannte Kopfnote wahrnehmbar. Sie ist entscheidend, wenn es um den ersten Eindruck und die letztendliche Kaufentscheidung geht. Die Kopfnote ist die intensivste Duftnote und wird von leichtflüchtigen Stoffen geprägt. Mehrere Stunden, nachdem sich die Kopfnote verflüchtigt hat, bildet sich das Herzstück eines Parfüms heraus - die Herznote. Um diese zu erwecken, werden verschiedene Blütennuancen eingesetzt und mit anderen Aromen kombiniert. Den letzten Teil des Duftablaufs bildet die Basisnote. Diese enthält lang anhaftende und schwere Bestandteile.

Moschus als Hauptzutat
Verschiedene Duftbestandteile sorgen für einen individuellen und unverkennbar eigenen Duft. Neben Blüten (Geranien, Hyazinthe und Jasmin) kommen auch Früchte und Gewürze zum Einsatz. Sogar synthetisch hergestellte Tier-Sekrete werden verwendet. Das Bekannteste von ihnen ist Moschus. Das Sekret aus einer Drüse am Bauch des Moschusochsen soll chemische Strukturähnlichkeiten zu Pheromonen haben und sich sogar äußerst anregend auswirken.

Vollkommen natürlich
Wenn man es rundum ökologisch und natürlich möchte, wählt man natürliche Düfte, die gänzlich ohne synthetische Stoffe auskommen und lediglich reine Blütenessenzen und Öle aromatischer Pflanzen verwenden. Wer auch hier nicht das Richtige findet, sollte selbst kreativ werden und sich seinen eigenen Duft zusammenstellen.