Der Mensch verbringt im Durchschnitt 76 Tage oder 100.000 Minuten mit Küssen. Schade, dass nicht alle Küsse romantische Volltreffer sind, daher ist Küssen lernen angesagt. Als Kussmeisterin wird nämlich niemand geboren, aber mit Übung und einem Gespür für die Bedürfnisse des Partners kann jede Frau dazu werden.
Die Basics: Bevor es los geht
Nur wer zarte, gepflegte Lippen hat, wird auch gern geküsst. Achten Sie also darauf, dass ihre Haut immer butterweich ist. Ob Sie nun dem Geheimtipp Honig oder dem praktischen Labello vertrauen, bleibt ganz Ihnen überlassen, Hauptsache das Ergebnis stimmt. Ebenfalls unerlässlich ist eine regelmäßige Zahnpflege, wer die vernachlässigt, bekommt irgendwann Mundgeruch. Und der ist für den Kusspartner alles andere als angenehm. Dasselbe gilt für geruchsintensive Speisen. Planen Sie am Abend Ihren Partner zu verführen, sollten Sie das Knoblauchbrot in der Mittagspause lieber weglassen. Es sei denn, Sie wollen am Abend beide eine Knoblauchpizza verzehren, denn die weiße Knolle soll ja als Aphrodisakum wahre Wunder wirken.
Sich ihm nähern
Damit der Kuss perfekt wird, müssen beide nicht nur das Küssen lernen, sondern vor allem in der richtigen Stimmung sein. Sie können da ganz auf Ihr Bauchgefühl vertrauen, der weibliche Instinkt stimmt fast immer. Ist er genervt, sollten Sie das Knutschen auf einen günstigeren Zeitpunkt verschieben. Macht Ihr Liebster jedoch einen niedergeschlagenen und traurigen Eindruck, könnte ein zarter Kuss genau das richtige sein, um ihn aufzumuntern. Bewegen Sie sich auf ihn zu, lächeln Sie. Berühren Sie sein Gesicht, schließen die Augen und treffen sich in der Mitte, wenn er Ihnen entgegenkommt.
Fantasievoll sein
Kussmeisterinnen spulen nicht irgendein festes Programm ab, das so und soviele Techniken umfasst, sondern legen ihr ganzes Herz in jeden einzelnen Kuss. Variieren dürfen Sie aber trotzdem. Küssen Sie ihn mal sanft, mal leidenschaftlich fordernd. Erlaubt ist was gefällt, gehen Sie auf Erkundungstour und bedecken seine erogenen Zonen mit intensiven Küssen. Zarte Schmetterlingsküsse auf den Hals, intensive Zungenküsse, die von hauchenden Küssen auf den Nacken abgelöst werden. Setzen Sie Ihren ganzen Körper ein, streichen ihm über den Arm oder pressen sich gegen ihn. Wechseln Sie Intensität und Körperstellen, dann wird der Kussmarathon garantiert nicht langweilig werden. Wichtig ist außerdem, immer auf den Partner zu reagieren.
So lieber nicht
Zu forsch, zu nass oder zu hektisch, was wir vom Mann nicht wollen, mag er ebenso wenig. Staubsaugertaktik oder Passivität sind Lustkiller, die jegliche Erotik schnell im Keim ersticken. Niemand ist als Kuss-Künstler vom Himmel gefallen, aber grundsätzlich sind Extreme immer schlecht. Absolut tabu ist es, einfach den Mund zu öffnen und abzuwarten, was passiert. Auch wenn Sie Angst haben und noch unerfahren sind, beim Küssen kann man nicht viel falsch machen – also ran an den Mann. Dasselbe gilt für allzu forsche Frauen. Saugen Sie sich nicht an seiner Zunge oder Lippen fest oder speicheln seine ganze Mundhöhle ein. Ein wenig Zurückhaltung ist nie falsch, dosieren Sie Ihre Zuneigung und passen sich an das Tempo und die Intensität Ihres Kusspartners an.
Mit offenen oder geschlossenen Augen?
Etwa 92 Prozent der Frauen küsst mit geschlossenen Augen, während die Männerwelt doch lieber die Partnerin beobachtet. Bleiben die Augen zu, kann man sich viel besser auf den Kuss selbst konzentrieren. Hat man jedoch die Gelegenheit, den Kusspartner zu beobachten, ist das ein sehr prickelndes Gefühl. Gleichzeitig kann man so aber leicht vom Küssen lernen abgelenkt werden und ist dann nicht mehr voll bei der Sache.