Durchfall haben täglich Millionen von Menschen. Die Ursachen dafür sind verschiedenste Krankheiten und Funktionsstörungen. Wer an einer durch Viren ausgelösten Magen- und Darm-Grippe erkrankt ist, blockiert für seine Mitmenschen oft stundenlang das Bad. Erst wenn der Darm fast vollständig entleert ist, trauen sich Grippe-Kranke weg von der Toilette.
Ein wenig anders verhält es sich bei Durchfällen infolge chronischer Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder nach Bestrahlungen zur Therapierung von Darmkrebs. Auch der veränderte Stuhl bei medizinisch harmlos eingestuften, aber stark lebensbeeinträchtigenden Darmfunktionsstörungen verursacht durch das Reizdarmsyndrom, stellt einen bekannten Grund für Durchfall dar. Manch einer erinnert sich vielleicht noch an seine letzte Lebensmittelvergiftung, die er sich durch das Naschen vom Betriebsfeierbuffet eingehandelt hat. Ein anderer mag jetzt mit Unbehagen an seine letzte Fernreise denken, bei der ihn das Essen von Früchten zum Durchfallpatienten gemacht hat.
Durchfall – Zeigt an, dass etwas nicht in Ordnung ist
Gerade weil diverse Erkrankungen und Gründe für Stuhlveränderungen bis hin zu starken Durchfällen aufzuzeigen sind, lässt sich bei Durchfall viel weniger von einer Erkrankung sprechen als vielmehr von einem Symptom.
Wann sprechen Mediziner von Durchfall?
Die Anzeichen von Durchfall sind sehr weitgefasst. Experten bezeichnen den Stuhl als Durchfall, wenn er aufgrund vermehrter Flüssigkeit unförmig ist, wenn eine Darmentleerung häufiger als dreimal täglich stattfindet oder die tägliche Stuhlmenge vermehrt ist.
Ob der Durchfall durch einen Erreger hervorgerufen worden ist, können Ärzte anhand einer Stuhlprobe feststellen.
Durchfall – der unbeliebte Reisebegleiter
Auf Reisen in ferne Länder bekommen viele Menschen Durchfall. Ein extrem häufiger Grund für Durchfall auf Urlaubsreisen sind Bakterien, die im Leitungswasser oder auf unhygienisch zubereiteten Nahrungsmitteln anzutreffen sind. Vorwiegend ist es eine bestimmte Art von Colibakterien, die zu Durchfällen bei Reisenden – insbesondere in ärmeren Ländern – führt.
Für die Behandlung von Durchfällen stehen verschiedene Medikamente zur Wahl, die beruhigend auf den Darm wirken. Da aber Giftstoffe, die durch Bakterien im Darm entstehen können, bei eingeschränkten Darmbewegungen im Darm verbleiben, sind Medikamente gegen Durchfall nur in bestimmten Situationen ratsam. So sollten Medikamente gegen Durchfälle nur bei stärksten Symptomen und in Situationen, in denen man die Symptome unbedingt schnell unterdrücken muss, anwenden.
Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass drei bis vier Liter Wasser und Flüssigkeit, die mit Zucker, Salz und Kalium versetzt sein können, zugeführt werden.
Reizdarmsyndrom – Behandlung ist möglich
Für die lästigen Symptome eines Reizdarms, zu denen Durchfall gehört, gibt es erprobte Mittel, die Beschwerden lindern können.
Eine nichtmedikamentöse Behandlung ist beispielweise die Einnahme von hochkonzentriertem Pfefferminz sowie pflanzlichen Quellmitteln zur Darmregulierung.
Medikamente, die den Darm beruhigen beziehungsweise die Darmbewegungen seltener werden lassen, können bei schweren Symptomen ebenfalls Abhilfe schaffen.
Durchfall bei Morbus Crohn und Darmkrebs
Auch Patienten mit der chronisch-entzündlichen Darmkrankheit Morbus Crohn kennen Durchfall als lästiges Symptom. Im Rahmen einer notwendigen ärztlichen Behandlung erhalten Betroffene Medikamente und Ernährungsrichtlinien zur Symptomlinderung. Tritt Durchfall über längere Zeit auf, ohne dass Sie einen Grund dafür erkennen können, sollten Sie in jedem Fall und umgehend einen Arzt zu Rate ziehen. Beobachten Sie nicht nur Veränderungen bei der Stuhlbeschaffenheit, sondern auch Blut im Stuhl, könnte dies auf Darmkrebs hinweisen, dessen Heilungschancen bei einer frühen Diagnose und Behandlung am größten sind.