Durian - die Frucht der etwas anderen Art

Durian ist eine große Stachelbeere mit einer sehr kurzen Haltbarkeit und des Hoteliers größter Feind.


Früchte sind meistens sehr lecker. Auf unseren heimischen Märkten gibt es je nach Saison Erdbeeren, Orangen, Ananas, Bananen, Äpfel und mehr an bekannten Sorten. Süßes und Erfrischendes in allen Farben und Formen also. Doch in anderen Ländern herrschen nicht nur andere Sitten, sondern da findet sich auch die ein oder andere sehr außergewöhnliche Frucht auf den Märkten - so wie Durian.

Das Aussehen der Durian und ihr Geruch

  • Sie sieht aus wie eine überdimensional große Litschi, nur dass sie noch um einiges stacheliger ist. Ursprünglich war sie in Indonesien und Malaysia beheimatet, wird aber mittlerweile überall in Südostasien angeboten. Man findet den Zibetbaum, an dem die Frucht wächst, in Thailand, auf den Phillippinen und sogar in Queensland, Australien. Der Baum erreicht eine stattliche Höhe von 40 Metern und seine Blätter glänzen an der Unterseite leicht silbrig. Die Blüten sind hellgelb, öffnen sich aber nur für eine sehr kurze Zeit.
  • Das Ungewöhnliche an der Durian-Frucht ist ihr Inneres. Dort befindet sich ein sehr großer Samen, der von einer feinen Samenhülle umschlossen ist. Dieses Fruchtfleisch hat eine sehr weiche Konsistenz, fühlt sich ein bisschen an wie fest gewordener Pudding und klebt extrem. Ist die Durian frisch, so schmeckt sie sehr gut und riecht ebenso ansprechend. Doch leider ist dies nicht von Dauer. Die Gefahr der Frucht liegt in ihrer recht kurzen Haltbarkeit. Zwar kann man sie auch dann noch essen, wenn sie nicht mehr frisch und gut ist, sie riecht aber sehr abstoßend.
  • Viele vergleichen den Geruch mit faulen Eiern oder Terpentin. Dieser Geruch geht so weit, dass es in einigen Hotels und Gästehäusern verboten ist, eine Durian mitzubringen. Der besondere „Duft“ der nicht mehr erntefrischen Frucht setzt sich sofort in Textilien fest und ist so leicht nicht mehr loszuwerden. Hat ein Gast eine solche Frucht in dem Stadium auf dem Zimmer gehabt und reist ab, so wird ihm das Zimmer für die ganze folgende Woche in Rechnung gestellt.

Schwere Kost für die Verdauung

  • Genossen werden kann die Durian in Europa nur sehr selten, weil sie hier kaum angeboten wird. Aber nicht nur als Rohfrucht kann sie verzehrt werden, sondern auch in anderen Formen wird sie angeboten. So finden sich Marmeladen, Kuchen, Speiseeis und Fruchtsaft mit ihrem typischen Geschmack. Auch in Currygerichten wird sie gerne verwendet und daher auch oft mit der Mango verglichen.
  • Schon immer wurde von einem Genuss in Verbindung mit Alkohol abgeraten, weil dies angeblich zu Durchfall und Erbrechen führen soll. Wissenschaftliche Studien zu dem Thema haben aber nichts in dieser Richtung beweisen können. Nur, dass sie von der Verdauung recht schwer aufgenommen wird, ist geklärt worden. Viele Menschen essen deshalb Mango hinterher, um die Verdauung anzuregen.