Effektive Holzwurmbekämpfung

Wenn der Wurm drin ist, ist Holzwurmbekämpfung eine unverzichtbare Maßnahme!


Die größte tierische Gefahr für Holz im Wohnbereich geht in unseren Breitengraden vom Holzwurm aus. Löcher im Holz und kleine Holzmehlhäufchen deuten auf einen Befall hin. Höchste Zeit zu handeln! Wir sagen Ihnen was Sie tun können.

Gefräßiger Schädling
Der Holzwurm ist eigentlich kein Wurm, sondern ein Käfer, der gemeine Nagekäfer. Der Schaden entsteht, wie bei vielen Schadinsekten, nicht durch die erwachsenen Tiere, sondern durch die Larven. Ihr Aussehen führte zur Bezeichnung Holzwurm. Der gemeine Nagekäfer befällt nur totes, verbautes Holz, in das er seine Eier legt. Die Larve frisst sich durch das Frühholz, die hellen Bereiche in den Jahresringen der Bäume. Das ist das Holz, welches am Anfang der Wachstumsperiode im Frühjahr gebildet wird. Das festere dunkle Spätholz wird verschont. Dadurch entsteht im Holz eine Lamellenstruktur und das Holz verliert seine Festigkeit.

Was frisst der Holzwurm?
Der Holzwurm befällt Gegenstände und Bauelemente aus Holz. Das Alter spielt keine Rolle. Auch jahrhundertealte Dachstühle können befallen werden, nur lebendes oder sehr frisches Holz meidet der Käfer. So können Brennholzstapel und Gartenbank, aber auch sämtliche Möbel und andere Einrichtungsgegenstände aus Holz den gefräßigen Larven zum Opfer fallen. Ärgerlich und teuer wird es, wenn wertvolle Möbel, Fensterrahmen oder der Holzfußboden befallen werden. Gefährlich ist aber vor allem der Befall von tragenden Elementen wie Dachbalken, Stützbalken oder von Treppen. Oftmals sind auch verborgene Bauelemente wie Deckenbalken betroffen. Aus diesem Grund sollte nach der Entdeckung eines Holzwurmbefalls mindestens eine genauere Untersuchung des gesamten Hauses erfolgen.

Methoden zur Holzwurmbekämpfung
Holzwurmbekämpfung kann chemisch, thermisch oder durch Begasung erfolgen. Bei der chemischen Bekämpfung wird ein Anstrich auf das Holz aufgebracht, der die Larven und Eier abtötet. Der Vorteil besteht in der einfachen Anwendung und darin, dass die Wirkung eine gewisse Zeit anhält, wodurch das Holz vor neuem Befall geschützt ist. Diese Mittel sind allerdings auch für Menschen und Haustiere ungesund, daher müssen Sie auf ausreichende Belüftung achten. Bei der thermischen Bekämpfung wird das Holz mit heißer Luft über längere Zeit erhitzt, was schließlich dazu führt, dass das Eiweiß in den Körpern der Larven und den Eiern gerinnt und die Tiere sterben. Die Begasung erfordert umfangreiche Vorarbeiten. Während früher abtötende Chemikalien verwendet wurden, werden die Larven und Eier heute mit Hilfe von Stickstoff oder Kohlendioxid erstickt. Thermische Bekämpfung und Begasung schützen nicht vor Neubefall, es sollten also abschließend zusätzliche vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden.

Bekämpfung durch den Fachmann oder auf eigene Faust?
Wenn es sich um Möbel oder weniger wichtige Bauteile, wie beispielsweise eine Schuppentür, handelt, können sie auf eigene Faust eine Holzwurmbekämpfung durchführen. Die Begasung ist hier weniger geeignet, aber der Anstrich mit entsprechenden Mitteln oder der Einsatz von Heizstrahlern zur thermischen Bekämpfung sind auch von Laien durchführbar. Bei wertvollen Möbeln sollten Sie zumindest einen Fachmann zu Rate ziehen, da gerade die chemische Behandlung zu Veränderungen des Holzes führen kann. Handelt es sich bei den befallenen Bauteilen um tragende Teile wie Dach- und Stützbalken oder um Teile von Treppen sollten Sie die Schäden von Fachleuten begutachten lassen. Insbesondere bei Balkenbefall kann es angezeigt sein, Bausachverständige zu Rate zu ziehen. Die Holzwurmbekämpfung sollte hier in jedem Falle von einer Fachfirma durchgeführt werden, um den Erfolg der Maßnahmen zu gewährleisten.